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In Kiel ermittelt Axel Milberg als Kommissar Borowski. Quelle: Carsten Rehder/dpa

Wirtschaftsminister kritisiert Kieler „Tatort“: Falsches Bild von Schleswig-Holstein

Kiel. Nach Ansicht des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Bernd Buchholz (FDP) vermittelt der Kieler „Tatort“ ein falsches Bild von Schleswig-Holstein. Die Menschen im Norden seien dort „oft mit grüner Schiebermütze und geringer Sprechfähigkeit ausgerüstet“, sagte Buchholz den „Kieler Nachrichten“ (Samstag). Es entstehe der Eindruck, es sei ein komischer Menschenschlag, der da oben zwischen den Deichen wohnt. Gezeigt würden touristische Orte, die „seit 1962 nicht mehr renoviert“ wurden. Schleswig-Holstein als „modernes, innovatives, dynamisches Bundesland“ könnte besser dargestellt werden.

Auch würden die Unternehmer im Norden in der Regel als „raffgierige, profitgierige Drahtzieher“ gezeigt, bemängelte Buchholz. „Wenn es gut läuft, sind sie das larmoyante Entführungsopfer.“ Dabei seien die meisten Unternehmer engagierte Leute, die Arbeitsplätze schaffen und etwas für das Bruttoinlandsprodukt tun.

Buchholz bevorzugt „Tatort“ aus Köln oder Münster

Er selbst schaue am Sonntagabend mit seiner Frau gerne „Tatort“ oder „Polizeiruf 110“, so Buchholz. „Auch wenn das spießbürgerlich klingen mag.“ Er möge Axel Milberg als Kommissar Borowski, am liebsten sehe er jedoch den „Tatort“ aus Köln oder München.

RND/epd