Anzeige
Der Himmel strahlt blau: Diesen Anblick bezeichnen wohl die meisten Menschen als gutes Wetter. Quelle: Ritam Baishya/Unsplash

Warum ist der Himmel blau?

Über einen blauen Himmel freuen wir uns, immerhin verspricht er einen sonnigen Tag. Doch warum ausgerechnet blau? Die Sonne erscheint uns doch weiß. Doch dieser Schein trügt. Tatsächlich besteht das Sonnenlicht aus allen Farben des Regenbogens – Grün, Gelb, Orange, Rot und eben Blau. Nur ihr Zusammenspiel wirkt weiß. Auf seinem Weg zur Erde trifft das Sonnenlicht auf die unsichtbaren Gasmoleküle in der Atmosphäre. Beim Zusammenprall mit den Teilchen wird das Licht abgelenkt, die Farbenmischung zerfällt. Das Licht wird gestreut, sagt man auch.

Wie stark die Lichtstrahlen gestreut werden, hängt von der Farbe ab. Blau hat eine sehr kurze Wellenlänge, Rot oder Grün eine eher lange. Die kurzen Wellenlängen des Blaus werden stärker gestreut, und die Strahlen fallen uns stärker ins Auge. In der Physik spricht man auch von der Rayleigh-Streuung, benannt nach dem britischen Lord Rayleigh, der die Brechung von Licht an Molekülen entdeckte. Natürlich erreicht auch ungestreutes Licht unsere Augen. Deshalb nehmen wir auch die Sonne als weiß-hellen Kreis am Himmel wahr.

Warum der Sonnenaufgang orange ist

Am Morgen und Abend hat das Blau übrigens deutlich schlechtere Karten. Durch die tief stehende Sonne hat das Licht weitere Wege durch die Atmosphäre. Nun landet eher das langwellige Rot oder Orange in unseren Augen. Das erklärt die wunderbaren Farben beim Sonnenauf- und -untergang.

Sie haben eine gute Frage? Schreiben Sie an magazin@rnd.de .

Von Birk Grüling/RND