Anzeige
Wer lange in der Badewanne sitzt, kommt meist mit schrumpeligen Händen und Füßen wieder heraus. Quelle: bruce mars/Unsplash/Montage RND

Warum werden unsere Hände und Füße beim Baden schrumpelig?

„Langsam musst du aus der Badewanne kommen, deine Hände sind schon ganz schrumpelig.“ Diesen Satz haben bereits Generationen von Müttern und Vätern ihren Kindern gesagt. Aber warum schrumpelt die Haut? Und warum nur die an den Zehen und Fingern und nicht an den Beinen, am Rücken oder dem Bauch?

Wir besitzen an den Füßen und Händen Hornhaut. Diese Zellen sind „tot“, aber sehr salzig. Und nun kommt das Prinzip der Osmose ins Spiel: Wasser strebt in Richtung des Salzes, die Hornhautzellen füllen sich und quellen auf. Doch die Papillarlinien unserer Haut – sie sind auch für unseren Fingerabdruck verantwortlich – begrenzen ihre Ausdehnung, und so entstehen die bekannten Wellen.

Bei manchen Menschen schrumpelt nichts

Es gibt jedoch Menschen mit Nervenschäden an Füßen und Händen, deren Haut ebendort nicht schrumpelt, egal, wie lange sie in der Badewanne sitzen. Dies spricht noch für eine weitere, aktive Reaktion unseres Körpers. Die Theorie: Der intensive Wasserkontakt sorgt dafür, dass sich winzige Blutgefäße an Fingern und Zehen aktiv zusammenziehen.

Die Haut wird so nach innen gezogen. Das erklärt zusätzlich das Schrumpeln. Forscher und Forscherinnen sehen darin sogar einen praktischen Nutzen – vielleicht könnte die Schrumpeligkeit der Hände den Halt erhöhen, ähnlich wie die Rillen von Autoreifen.

Sie haben eine gute Frage? Schreiben Sie an magazin@rnd.de

Von Birk Grüling/RND