Anzeige
Eine Frau geht auf einer Straße in Butscha, die übersät ist mit zerstörten russischen Militärfahrzeugen. Quelle: Rodrigo Abd/AP/dpa

ARD zeigt „Brennpunkt“ über die Kriegsgräuel in Butscha

Nach dem Fund von zahlreichen Leichen in Butscha – einer wochenlang umkämpften Vorstadt im Nordwesten von Kiew – ändert die ARD am Sonntagabend das Programm. Der Sender strahlt um 20.15 Uhr einen 15-minütigen „Brennpunkt: Krieg gegen die Ukraine“ aus.

Eine am Sonntag veröffentlichte Videoaufnahme des ukrainischen Verteidigungsministeriums zeigt die Leichen mehrerer Menschen am Straßenrand. Einige davon hatten die Hände auf dem Rücken gefesselt. In einem Massengrab wurden ukrainischen Angaben zufolge etwa 280 Todesopfer bestattet, die während der Angriffe nicht beigesetzt werden konnten.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch berichtete unter Berufung von Augenzeugen über die öffentliche Erschießung eines Mannes in Butscha durch russische Soldaten schon in den ersten Tagen des Krieges. Die Organisation prangert zudem weitere Kriegsverbrechen an – sowohl in Butscha als auch in Charkiw. „Brennpunkt“-Moderatorin Ellen Ehni spricht am Sonntagabend darüber mit Wenzel Michalski, Deutschlanddirektor von Human Rights Watch.

„Tatort“ und „Anne Will“ starten 15 Minuten später

Der „Brennpunkt“ im Ersten wird zusätzlich zur Liveuntertitelung auch mit einer Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) angeboten – im Internet als Livestream und über Hbb TV. Im Anschluss ist die Sendung in der ARD-Mediathek abrufbar.

Die nachfolgenden Sendungen verschieben sich wegen der Ukraine-Sondersendung um 15 Minuten. Der „Tatort: Alles was Recht ist“ aus Wien beginnt um 20.30 Uhr, die Polittalksendung „Anne Will“ um 22 Uhr.

RND/seb