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Auf diesem von der NASA veröffentlichten Bild zeigt die Rakete "Space Launch System" mit der "Orion"-Kapsel, die auf einer Art Transportwagen aus der Werkshalle auf dem Weg zur Startrampe 39B im Kennedy Space Center herausgefahren werden. Quelle: Joel Kowsky/NASA/dpa

Nasa bricht unbemannten Bodentest von Raketensystem vorerst ab

Cape Canaveral. Ein unbemannter Bodentest eines neuen Raketensystems der US-Raumfahrtbehörde Nasa ist am Sonntag aus Sicherheitsgründen vorerst abgebrochen worden. Es habe ein Problem an der Startrampe gegeben, weswegen das Raketensystem nicht sicher mit Treibstoff befüllt habe werden können, teilte die Nasa mit. Möglicherweise könne der Test bereits am Montag fortgesetzt werden, dafür müssten aber noch einige Dinge geklärt werden.

„Artemis“-Mission soll die erste Frau auf den Mond bringen

Das Raketensystem für die „Artemis“-Mission – bestehend aus der Rakete „Space Launch System“ und der „Orion“-Kapsel – war Mitte März zu Testzwecken erstmals auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ausgefahren worden. Seit Freitag führt die Nasa ein „Wet Dress Rehearsal“ durch – also einen unbemannten Boden-Test, bei dem alle Abläufe durchgeführt und getestet werden, bis auf den eigentlichen Start. Ein Test-Start ist frühestens für Mai geplant.

Mit der „Artemis“-Mission sollten eigentlich bis 2024 erstmals seit fast 50 Jahren wieder US-Astronauten auf dem Mond landen, darunter auch die erste Frau. Aufgrund zahlreicher Verzögerungen soll diese Landung nun frühestens 2025 erfolgen. Bei der Mission sollen vier Astronauten mit dem Raumfahrzeug „Orion“ in die Mondumlaufbahn gebracht werden, wo zwei von ihnen für den Endanflug zum Mond auf ein Landegefährt umsteigen sollen. Am Mond soll zudem eine Art Raumstation geschaffen werden und als Basis für einen bemannten Flug zum Mars dienen – das allerdings erst in fernerer Zukunft.

RND/dpa