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Menschen fangen schon früh an, miteinander zu reden. Quelle: saeed karimi/Unsplash

Wie ist die menschliche Sprache entstanden?

Auf diese Frage kennen Forscher und Forscherinnen keine genaue Antwort. Denn anders als frühe Werkzeuge oder Höhlenmalereien lassen sich die exakten Ursprünge der Sprache archäologisch kaum nachweisen. Also müssen wir Indizien sammeln. Die Sprachzentren unseres Gehirns bildeten sich etwa vor zwei Millionen Jahren aus, zur selben Zeit vergrößerte sich auch unser Kleinhirn. Wichtige anatomische Voraussetzungen für das Sprechen waren so geschaffen. Trotzdem verging wohl noch einige Zeit bis zur Entstehung der „echten“ Sprache. Je nach Theorie geschah das vor 500.000 bis 100.000 Jahren. Grund für diese „Verzögerung“ ist eine zweite entscheidende Voraussetzung für die Sprache – und zwar Vorstellungskraft und Abstraktionsvermögen.

Auch bei der Frage nach den ersten Wörtern gibt es nur Spekulationen. Vermutlich begann alles mit der Gestik. Allerdings ist Gestik über weite Strecken und bei alltäglichen Arbeiten oder der Jagd ziemlich unpraktisch. Beim Sprechen kann man sich dagegen nebenher mit anderen Dingen beschäftigen. Einige Forscher und Forscherinnen glauben, dass die Wörter aus Geräuschen im Alltag entstanden: Schnaufen bei Anstrengung, Aufschrei für Freude oder Schmerz. Auch Tierlaute könnten die Grundlage dafür gewesen sein. Innerhalb der Sippe musste man sich nun noch einigen, welche Laute welche Dinge beschreiben und welche Laute man nachmacht.

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Von Birk Grüling/RND