Dienstag , 29. September 2020
Zwei wie Feuer und Wasser: Links das Firefox-Logo, rechts das des Waterfox-Browsers. Quelle: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Waterfox: Was den Firefox-Ableger anders macht

Vom Firefox-Browser gibt es viele Ableger. Einer davon ist der Waterfox-Browser. Unterschiede zwischen den beiden Browsern gibt es wenige, einer ist aber zum Beispiel das Fehlen der sogenannten Telemetrie-Funktion.

Berlin. Ihren Namen zufolge sind sie wie Feuer und Wasser, aber so ganz stimmt das nicht. Denn was den Firefox-Browser von einem seiner Ableger, dem ganz auf 64-Bit-Betriebssysteme ausgelegten Browser Waterfox, unterscheidet, ist relativ wenig.

Zu den Unterschieden zählt zum Beispiel das Fehlen der sogenannten Telemetrie-Funktion. Im Firefox-Browser sammelt diese technische Details und Interaktionen und sendet die täglich an den Entwickler Mozilla, damit der die Software verbessern kann.

Spezial-Fähigkeiten, die Firefox längst abgeschafft hat

Wer das nicht unterstützen möchte, kann die Telemetrie zwar in den Einstellungen unter „Abschnitt Datenschutz & Sicherheit/Datenerhebung durch Firefox und deren Verwendung“ deaktivieren. Aber es gibt Anwender, die selbst das Vorhandensein einer solchen Funktion als unerwünschtes Merkmal einstufen und so eine Software nicht nutzen würden. Hier kommt dann der telemetriefreie Waterfox ins Spiel.

Der Waterfox-Browser bietet darüber hinaus in der Classic-Version noch Spezial-Fähigkeiten wie die Installation von Plug-ins wie Silverlight oder Java über eine Schnittstelle, die Mozilla längst abgeschafft hat.

Nicht nur für Windows, auch für Mac OS und Linux verfügbar

Ausprobieren ist aber für alle drin. Denn die Benutzeroberfläche und Menüs sind weitgehend gleich. Nach dem Start bietet Waterfox sogar an, die Einstellungen aus einer bestehenden Firefox-Installation zu übernehmen. Außerdem lassen sich problemlos alle benötigten Firefox-Add-ons installieren. Gegebenenfalls muss man noch in den Einstellungen Deutsch als Menüsprache einstellen.

Waterfox gibt es nicht nur für Windows, sondern auch für Mac OS und Linux. Wer keine Spezial-Anforderungen hat, wählt am besten die Current-Version zum Download.

Auch für Android-Mobilgeräte ist Waterfox verfügbar. Im Google Play Store taucht der Waterfox Browser bei einer Suche aber nur dann auf, wenn der Hersteller des Smartphones oder Tablets tatsächlich auch ein 64-Bit-Android auf dem Gerät laufen lässt.

RND/dpa