Mittwoch , 23. September 2020
Britta, Karina, Mirjam, Jasmine und Bianca haben einen realistischen Porno produziert. Quelle: SAT.1/SAT.1 / Marvin Kochen

Vorwürfe gegen Sat.1-”Porno-Mütter”: Hauptdarsteller zu nah gekommen

Sat.1 hat das Ergebnis der TV-Serie „Mütter machen Porno“ präsentiert. Doch der Softsexfilm “Vanilla X” bekommt nicht nur positives Feedback. Hauptdarstellerin Gabi Gold hat gleich mehrere Kritikpunkte, die sie auf Instagram anspricht.

Am Mittwochabend hat Sat.1 das Ergebnis seines TV-Experiments “Mütter machen Porno” gezeigt. Das Ziel der fünf Frauen war es, mit ihrem Softsexfilm “Vanilla X” ein realistisches Bild von Sexualität zu vermitteln. Doch nach der Ausstrahlung hagelt es Kritik – und zwar von den Darstellern selbst.

Die Mütter Jasmine (36), Karina (44), Bianca (48), Britta (44) und Mirjam (49) durften vom Casting bis zur Post-Produktion alles selbst organisieren. Als Hauptdarsteller des Pornos suchten sie Gabi Gold und Sylvan G. aus. Gold lobt in ihrer Instagram-Story zunächst das Projekt, macht dann aber klar, dass die Mütter nicht wirklich professionell waren. Sie sollen dem Hauptdarsteller beim Dreh körperlich zu nah gekommen sein.

“Ein paar Situationen, in denen es unangenehm war”

“Ich finde, er wurde ziemlich überrumpelt, ich finde, es wurde ihm zu nahe getreten. Würde mich ein männlicher Regisseur am Set so behandeln, ich würde da an meine Grenzen kommen und auch komplett zu Recht”, sagt sie. “Ich habe mich ein bisschen geschämt beim Sehen.”

Auch Sylvan G. meldet sich zu Wort. Er habe sich zwar nie angegriffen gefühlt, aber “es gab ein paar Situationen, in denen es ein bisschen unangenehm war, aber ich glaube, das war aus der Euphorie des Augenblicks heraus und nicht, um mich anzugehen”, schreibt der Darsteller in seiner Instagram-Story. Er kann die Kritik seiner Kollegin aber gut verstehen: “Wenn ein Mädchen mit vielen Männern in dieser Situation wäre, würden sich alle über deren Verhalten und alles andere beschweren. Aber nein, ich fühlte mich großartig beim Dreh.”

Das sagen die Mütter zum Vorwurf

Mutter Karina gibt sich auf “Bild”-Nachfrage diplomatisch. Sie hat “die Zusammenarbeit am Set als sehr positiv und respektvoll empfunden. Dafür danken wir ihnen sehr”, sagt sie. Doch das aufdringliche Verhalten gegenüber Sylvan G. war nicht der einzige Kritikpunkt von Gabi Gold.

Ärger um das Sex-Gesicht

In der Show kritisierten die Mütter nämlich das Gesicht der Darstellerin, das sie beim Geschlechtsverkehr macht. “Wenn sich das junge Menschen anschauen, denken die sich, die hat Schmerzen”, sagt Mutter Karina in der Show. Gold haben sie das am Set allerdings offenbar nicht gesagt, so die Darstellerin.

Das findet sie nicht in Ordnung: “Es ist mein Gesicht. Ich mache so ein Gesicht. Ich mache so ein Gesicht bei privatem Sex, bei beruflichem Sex, ich mache immer so ein Gesicht. Ich gucke manchmal, als würde ich leiden. Das kann man auch einfach sagen und dann verändere ich es. Das fand ich ein bisschen hart so zu hören, was hinter den Kulissen so gesagt wurde”, erklärt sie bei Instagram.

Oralverkehr ohne Verhütung gezeigt

Das Thema Verhütung spielte beim Dreh von “Vanilla X” die ganze Zeit eine zentrale Rolle. Gabi Gold kritisiert, dass dieser Punkt am Ende nicht komplett durchgezogen wurde. Der Oralverkehr im Sexfilm der Mütter wurde nämlich ohne Verhütung ausgestrahlt.

“Das Thema Safer Sex war für uns außerdem von Anfang an ein wichtiger Punkt bei der Entwicklung unseres Films. Daher haben wir auch Wert darauf gelegt, dass die Darsteller während des Geschlechtsakts ein Kondom benutzen. Aber auch wir haben im Zuge des Projekts dazugelernt und würden heute auch auf die Verwendung von Verhütungsmitteln beim Oralverkehr hinweisen”, sagt Mutter Jasmine zu “Bild”.

RND/nis