Freitag , 18. September 2020
An wen gehen die Emmys?

Emmy-Zweikampf zwischen Netflix und HBO – “Unorthodox” nominiert

Der Streaming-Anbieter Netflix und der Pay-TV-Sender HBO gehen als große Favoriten ins Rennen um die Emmys. Unter anderem können sich die Serien “The Crown”, “Stranger Things” und “Succession” Hoffnung auf den wichtigsten US-Fernsehpreis machen. Nominiert ist auch eine Mini-Serie, die zu den TV-Highlights des Jahres in Deutschland gehört.

Los Angeles. Um die begehrten Emmy-Fernsehpreise in den USA zeichnet sich ein Zweikampf zwischen dem Streaming-Anbieter Netflix und dem Pay-TV-Sender HBO ab. Die am Dienstag bekannt gegebenen Nominierungen entfielen oft auf eine der beiden Plattformen.

So können sich etwa “The Crown” oder “Stranger Things” von Netflix Hoffnungen auf den Preis für die beste Drama-Serie machen – in dieser Kategorie ist auch “Succession” von HBO nominiert. HBO geht in der Rubrik der besten Comedy-Serie mit “Lass es, Larry” und “Insecure”, Netflix mit “Schitt’s Creek”, “Dead to Me” und “The Kominsky Method” ins Rennen.

Emmys: “Unorthodox” als Beste Miniserie nominiert

“Unorthodox” wurde in der Kategorie Beste Miniserie nominiert – sie gehörte auch in Deutschland zu den TV-Highlights des Jahres. In den vier Folgen auf Jiddisch, Englisch und Deutsch geht es um die Emanzipationsgeschichte einer ultra-orthodoxen Jüdin aus der Religionsgemeinschaft der Satmarer in Brooklyn, die in der deutschen Hauptstadt Berlin ein neues Leben beginnen will. Die in New York spielenden Szenen basieren lose auf dem 2012 erschienenen Buch “Unorthodox” von Deborah Feldman, der Handlungsstrang in Berlin ist dagegen fiktiv.

Die Emmys werden in Dutzenden Kategorien von etwa 23.000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. 2020 fallen die Preise in ein Krisenjahr, in dem Fernsehen für viele Menschen weltweit wegen weitgehender Corona-Ausgangsbeschränkungen eine besondere Bedeutung erhielt. Deshalb wurde auch die Nominierungszeremonie virtuell abgehalten. Die Preisvergabe mit Moderator Jimmy Kimmel findet am Sonntag (20. September) statt.

RND/dpa