Samstag , 31. Oktober 2020
Auf einem Mobiltelefon wird die App "WarnWetter" angezeigt. Quelle: Tom Weller/dpa

Warnwetter-App: DWD ruft Nutzer zum Mitmachen auf

In seiner App informiert der Deutsche Wetterdienst über Vorhersagen, Warnungen und das aktuelle Wetter. Jetzt ruft der Dienst seine Nutzer zum Mitmachen auf. Mit Live-Eindrücken aus den Regionen sollen die Vorhersagen verbessert werden.

Offenbach. Nutzerinnen und Nutzer der Warnwetter-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD) können jetzt auch selbst über Wetterereignisse berichten.

Ob Blitze, Wind, Hagel, Regen, Glätte, Schneefall, Schneedicke, Bewölkung, Nebel oder Tornados: Das Wetterereignis und seine Auswirkungen können per Formular samt Foto in die App eingegeben werden und erscheinen dann auf einer Übersichtskarte – etwa bei Starkregen mit Überschwemmungen oder Sturm mit umgestürzten Bäumen.

Mit den Nutzermeldungen verfolgt der DWD nach eigenen Angaben eine Crowdsourcing-Strategie: Die Beiträge sollen auch zur Verbesserung der Vorhersageverfahren, der darauf aufbauenden Warnungen sowie zur Qualitätssicherung verwendet werden.

Kostenpflichtige Vollversion ist Voraussetzung

Voraussetzung zum Mitmachen ist die kostenpflichtige, 1,99 Euro teure Vollversion, die per In-App-Kauf freigeschaltet werden kann. Zudem muss die App in der aktuellen, gerade erschienenen Version 3.0 installiert sein.

Diese bietet neben den Nutzermeldungen noch weitere Neuerungen, darunter einen personalisierbaren Startbildschirm mit Vorschaukacheln samt neuer, grafischer Temperaturanzeige von Favoriten.

Ursprünglich war die Warnwetter-App mit allen Wetterinformationen und Vorhersagen kostenlos verfügbar. Nach der Klage eines privaten Wetterdienstes 2017 sah das Landgericht Bonn darin aber einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Seitdem ist nur noch die eingeschränkte Warnwetter-App mit rein amtlichen Warnungen gratis zu haben.

RND/dpa