Samstag , 19. September 2020
Das neue Apple-Betriebssystem iOS 14 hat einen Instagram-Bug offen gelegt. Quelle: Robert Günther/dpa

Instagram-Bug entdeckt: Kamera beim Scrollen dauerhaft aktiv?

Die neuste Version von iOS lässt vermuten, dass die Kamerafunktion beim Scrollen durch Instagram dauerhaft aktiv ist. Laut der Facebook-Tochter handelt es sich um einen ungewollten Bug. Ein Update soll das Problem beheben.

Einige Nutzer der iPhone-Beta-Version iOS 14 haben via Twitter von einem ungewollten Kamera-Zugriff der Social Media-App Instagram berichtet. Dabei soll die Kamera-Funktion bereits aktiviert sein, wenn ein User lediglich durch seinen Feed scrollt.

Enthüllt wurde das Problem aufgrund von Apples neuen Privatsphäre-Einstellungen: Bei iOS 14 informiert das iPhone den Nutzer, sobald die Kamera aktiv ist. Dies wird mittels eines grünen Punktes in der oberen Leiste des Smartphones angezeigt. Auf Twitter wurden mehrere Beiträge geteilt, die nahe legen, dass die Kamera beim Scrollen durch Instagram automatisch aktiviert sei.

Gegenüber “The Verge” erklärte ein Instagram-Sprecher das Problem sei ein Bug, der derzeit behoben werde. Demnach handele es sich um einen Anzeigefehler, die Kamera sei beim Scrollen nicht aktiv. “Wir greifen nur auf die Kamera zu, wenn Sie uns dazu auffordern – zum Beispiel wenn man vom Feed zur Kamera wischt. Wir haben einen Fehler in iOS 14 Beta gefunden und beheben ihn, der fälschlicherweise darauf hinweist, dass einige Benutzer die Kamera verwenden, wenn sie es nicht tun.”

Instagram betonte zudem, dass zu keinem Zeitpunkt Daten abgegriffen wurden: “In diesen Fällen greifen wir nicht auf die Kamera zu und es werden keine Inhalte aufgezeichnet.” iOS 14 läuft derzeit noch in ein einer Testversion, die lediglich Beta-Nutzern zur Verfügung steht. Das Update wird voraussichtlich im Herbst mit dem Verkaufsstart der neuen iPhone-Generation für alle User ausgerollt.

Mit dem Start von iOS 14 sind bereits Sicherheitsprobleme mehrerer Apps aufgedeckt worden. So legte das Betriebssystem offen, dass Anwendungen wie TikTok, LinkedIn und Reddit Daten aus der Zwischenablage des Smartphones abgreifen. Dabei kann es sich auch um sensible Informationen wie Passwörter handeln. TikTok begründete den Zugriff auf das Clipboard mit einer Anti-Spam-Funktion, die sicherstellen soll und gab an, das Feature entfernt zu haben.

RND/mkr