Dienstag , 29. September 2020
In der Nacht zu Mittwoch wird der Höhepunkt der Aquariiden-Meteore erwartet - doch Wolken sollen die Sicht versperren. Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp

Sternschnuppen: Aquariiden-Meteore erreichen Maximum

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch werden viele sogenannte Aquariiden-Meteore am Himmel erwartet. Doch der Deutsche Wetterdienst dämpft die Erwartungen: Voraussichtlich werden Wolken vielerorts die Sicht auf die Sternschnuppen versperren.

Heppenheim/Offenbach. In der Nacht zu Mittwoch können sich die Menschen in Teilen Deutschlands auf Sternschnuppen am Nachthimmel freuen. Denn in dieser Nacht sollen besonders viele der sogenannten Aquariiden-Meteore am Himmel zu beobachten sein. Schon seit Wochen sind die Himmelskörper zu sehen, die rasend schnell mit bis zu 40 Kilometer pro Sekunde in die Erdatmosphäre eintauchen und verglühen.

“Das prognostizierte Maximum soll dieses Jahr in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli eintreten”, teilte die Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland mit. Auf das ganz große Spektakel machen sie aber keine Hoffnung, und auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) dämpft die Erwartungen.

Nur die Hälfte der Sternschnuppen an unserem Himmel zu sehen

Der Ausstrahlungspunkt liegt den Sternfreunden zufolge tief im Sternbild Wassermann – oder lateinisch Aquarius. Das bedeute, dass von den theoretisch 20 bis 25 Sternschnuppen pro Stunde in hiesigen Breitengraden gerade einmal die Hälfte an unserem Himmel sichtbar sind. Das Sternbild stehe in südöstlicher, nach Mitternacht in südlicher Richtung.

Doch nicht nur das: Chancen, Sternschnuppen zu erspähen, gibt es auch dem DWD zufolge nur vereinzelt – vielerorts ist es in Deutschland bewölkt. “In der Mitte gibt es verbreitet Wolkenfelder”, sagte ein Meteorologe. Lokal könne es aber auch mal eine Lücke geben. Im Norden in Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Brandenburg und im Süden von Baden-Württemberg bis nach Franken dürfte den Meteorologen zufolge der Nachthimmel weitestgehend wolkenfrei sein.

Auch wenn bei den Aquariiden kein Spektakel zu erwarten ist, so machen die Sternfreunde doch schon Hoffnung auf ein weiteres, größeres Schauspiel für Himmelsgucker. Der Meteorstrom der Perseiden habe sein Maximum am 12. August.

RND/dpa