Sonntag , 27. September 2020
Apple arbeitet seit 2016 an einer VR-Brille – jetzt werden die Pläne konkreter. Quelle: imago images/ZUMA Press

Patent liefert Hinweise: Apple verwandelt Umgebung in einen virtuellen Screen

Seit Jahren tüftelt Apple an seiner ersten Virtual-Reality-Brille. Nun gibt ein Patent Ausblick auf die Entwicklung einer neuen Technologie. Dabei könnte sich das Umfeld der Nutzer wie in Sci-Fi-Filmen in einen interaktiven Riesenscreen verwandeln. Wie soll das gelingen?

Eigentlich wurde ihr Start bereits für 2020 erwartet, doch die Veröffentlichung der ersten Apple-Glasses verzögert sich bis auf Weiteres. Laut der US-Webseite Macrumours könnte ein Marktstart voraussichtlich 2021 oder 2022 erfolgen. Bis dahin bleibt Raum für Spekulationen über die technische Ausstattung der neuen Brille, die Virtual und Augmented Reality unterstützen soll.

Ein Patent von Apple, das der Webseite Appleinsider vorliegt, soll nun Aufschlüsse auf ein neues Usererlebnis geben. Darin liefert das US-Unternehmen Hinweise auf eine Technologie, die das Umfeld der Glasses-Nutzer in eine Art Touchscreen verwandelt. Bei einem Blick durch die Brille würden virtuelle Elemente wie App-Icons oder Buttons auf echte Oberflächen wie Wände oder Tische projiziert werden. Die Flächen verwandeln sich damit in aktive Steuerelemente und Schaltflächen und sollen über die Finger der Benutzer bedient werden können.

Temperaturmessung mithilfe von Infrarot

Das Bedienen solcher virtuellen Steuerelemente war bisher nur mithilfe von Devices wie etwa Handschuhen oder Sensoren möglich. Apple setzt bei seinem Patent auf Wärme. “Kleine Veränderungen der Temperatur können auf die Berührung zweier Objekte hindeuten”, heißt es in den Unterlagen. Die Ermittlung von verschiedenen Temperaturen könnte mithilfe von Infrarottechnik erfolgen. Ein Beispiel aus dem Patent zeigt etwa, wie sich ein flaches, rechteckiges Objekt mittels Virtual Reality in einen Taschenrechner verwandelt.

Noch ist nicht klar, ob Apple die Technologie tatsächlich in seinen neuen Glasses verbauen wird. Technikunternehmen melden immer wieder Patente an, oft auch ohne die Neuerungen dann später umzusetzen. Auch ist noch unbekannt, ob die VR-Brille als eigenständiges Device funktioniert oder es sich vielmehr um ein Erweiterungsprodukt für das iPhone handelt.

RND/mkr