Donnerstag , 24. September 2020
Wenn die gegenüberliegende Seite vom Stiel stark duftet, ist die Netzmelone reif. Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-tmn

Zuckermelonen: An Wachstumsrissen und Duft den Reifegrad bestimmen

Zuckermelonen haben zwar ein paar Kalorien mehr unter der Schale, sind aber trotzdem ideal für die Leichte Sommerküche geeignet. Zubereiten lassen sie sich zu Desserts, Smoothies oder als Schiffchen mit Serranoschinken umwickelt. Aber wann ist die Zuckermelone eigentlich reif?

Bonn. Erfrischend, aromatisch und saftig: Es muss nicht immer die klassische Wassermelone sein, auch Zuckermelonen versüßen uns den Sommer. Doch auf welche Qualitätsmerkmale sollte man achten? „Wenn sich der Stiel einer Netzmelone ablöst, ist das ein Zeichen für beginnende Reife“, erklärt Ulrike Bickelmann von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Ein weiteres Reifemerkmal der kugelrunden Melone mit dem rauen Netz sei, wenn die gegenüberliegende Seite des Stiels stark durch die Schale duftet. Doch Bickelmann warnt: „Die Netzmelone darf niemals am „Äquator“ weich sein.“

Je mehr Wachstumsrisse, desto besser

Einem Football ähnelt die Piel de Sapo. Sie fällt durch ihre grüne runzlige Schale auf, weshalb die Spanier die Futoromelone auch “Krötenhaut” nennen. “Sie entsteht durch Wachstumsrisse. Je mehr sie davon hat, desto besser ist sie”, weiß Bickelmann. Das verspricht ein weißes saftiges Fruchtfleisch und eine dünne Schale. Fühlt sich die Melone allerdings weich an, sollte man die Hände davon lassen: “Dann gärt sie schon”, so die Fruchtexpertin.

Bei der klassischen Honigmelone lässt sich von außen nur schwer sagen, ob sie reif ist. „Ein guter Händler muss eine aufschneiden und sollte kosten lassen“, sagt Bickelmann.

RND/dpa