Donnerstag , 24. September 2020
Bei dem Hacker-Angriff auf Twitter wurden auch komplette Datensätze heruntergeladen. Quelle: Reuters

Twitter: Hacker konnten zum Teil auf private Daten zugreifen

Der Hacker-Angriff auf Twitter hat offensichtlich auch detaillierte Informationen zu privaten Daten geliefert. Bei bis zu acht Profilen seien die kompletten Daten heruntergeladen worden. Prominente seien allerdings nicht betroffen, teilte der Kurznachrichten-Dienst mit.

San Francisco. Bei der Hacker-Attacke auf Twitter haben sich die Angreifer zum Teil auch Zugang zu privaten Informationen der betroffenen Accounts verschafft. Bei bis zu acht Profilen hätten sie die kompletten Daten herunterladen, teilte der Kurznachrichtendienst am Samstag mit. Dabei habe es sich allerdings nicht um verifizierte Accounts gehandelt – damit dürfte keiner der Prominenten wie Ex-Präsident Barack Obama oder Tesla-Chef Elon Musk davon betroffen sein.

Bei dem beispiellosen Twitter-Hack wurde am Mittwoch über die gekaperten Accounts ein Bitcoin-Betrug beworben: Nutzer wurden aufgerufen, Kryptowährung einzuschicken, mit dem Versprechen, den Betrag doppelt zurückzuzahlen. Twitter erklärte, einige Mitarbeiter seien „manipuliert“ worden und die Angreifer hätten sich mit ihren Login-Daten Zugriff auf interne Systeme der Firma verschaffen können.

Insgesamt seien 130 Accounts ins Visier der Hacker gekommen, bei 45 sei es ihnen gelungen, das Passwort zurückzusetzen, sich einzuloggen und Tweets zu versenden. Die Angreifer hätten persönliche Informationen wie E-Mail-Adressen und Telefonnummern einsehen können – sowie möglicherweise auch andere Informationen. Dazu liefen die Untersuchungen weiter, hieß es in einem Blogeintrag von Twitter.

Die erfolgreiche Hacker-Attacke war besonders alarmierend, weil es den Angreifern gelang, in interne Systeme des Dienstes einzubrechen und dabei Nachrichten von den als vertrauenswürdig geltenden verifizierten Profilen abzusetzen.

RND/dpa