Sonntag , 27. September 2020
Demonstranten vor einem Schild mit der Aufschrift "Black Lives Matter". (Symbolbild) Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa

Rassismus: Moderatorin belästigt Arbeiter – und verliert ihren Job

Eine Radiomoderatorin aus den USA ist von ihrem Sender gefeuert worden. In einem Video hatte die Frau Spanisch sprechende Arbeiter belästigt. Ihr Arbeitgeber macht nun klar: “Wir werden Diskriminierung, Rassismus oder Hass nicht tolerieren.”

New Hampshire. Die konservative US-Moderatorin Dianna Ploss ist ihren Job los. Grund ist ein Video, in dem zu sehen ist, wie Ploss Landschaftsarbeiter in der Stadt New Hampshire belästigt und rassistisch angeht.

Wie der “Independent” berichtet, war Ploss auf dem Weg zu ihrem Radiosender, als sie einen Arbeiter hörte, der Spanisch sprach. Sie zückte ihr Handy, fing an die Situation zu filmen und die Arbeiter zu belästigen. “Das hier ist Amerika. Sie sollten Englisch sprechen. Ist hier jemand illegal? Sind diese Leute illegal?”, fragt Ploss.

“Kein Platz für Rassismus”

In dem Video ist zu sehen, wie Ploss die Arbeiter immer weiter beschimpft und behauptet, die lokale Regierung sei in den “Kommunismus” verwickelt. An einem Punkt während des Videos hält ein Mann an, um Ploss zu fragen, warum sie die Arbeiter belästigt. Ploss nennt ihn einen “Social-Justice-Warrior” für das Tragen einer Gesichtsmaske und richtet ihre Antwort an ihre Zuschauer.

“Er ist ein schwarzer Mann, und er wird den braunen Mann vor dieser weißen Frau schützen, die weiße Privilegien praktiziert, weil sie zufällig vorbeigegangen ist und gehört hat, wie dieser Typ mit all diesen Typen gesprochen hat, die diese Arbeit auf Spanisch machen”, poltert die Moderatorin weiter.

Ploss’ Arbeitgeber, die Rundfunkanstalt WSMN, erklärte kurz darauf in einer Mitteilung, die Moderatorin werde künftig nicht mehr für den Sender arbeiten. “Wir werden Diskriminierung, Rassismus oder Hass nicht tolerieren”, heißt es in der Erklärung.

RND/msc