Montag , 28. September 2020
Das Logo des Bayerischen Rundfunks (BR). Quelle: Sven Hoppe/dpa

Offener Brief: Frauen im BR plädieren bei Neuwahl für Intendantin

Ein Netzwerk innerhalb des Bayerischen Rundfunks spricht sich für eine Frau als neue Intendantin aus. Die Gruppierung „Female for Future“ hat dazu einen offenen Brief veröffentlicht. Der amtierende BR-Intendant Ulrich Wilhelm tritt nach zehn Jahren im Amt nicht mehr an.

München. Vor der anstehenden Intendanten-Wahl beim Bayerischen Rundfunk (BR) haben sich Mitarbeiterinnen des Senders für eine Frau an der Spitze ausgesprochen. „Es wird Zeit für eine Intendantin!“, heißt es in einem offenen Brief an den Rundfunkrat.

Der 50-köpfige Rundfunkrat wählt den Senderchef – und auch nur die Mitglieder des Gremiums können Kandidatenvorschläge machen. Eine öffentliche Ausschreibung gibt es nicht.

Der amtierende BR-Intendant Ulrich Wilhelm tritt nach zehn Jahren im Amt nicht mehr für eine dritte Periode an. Sein Vertrag bei dem öffentlich-rechtlichen Sender läuft Ende Januar nächsten Jahres aus.

“Female for Future”

Der Rundfunkrat kommt an diesem Donnerstag (13.30 Uhr) erstmals nach Wilhelms Entscheidung in München zusammen. Die Wahl selbst wird für die Herbstsitzung des Gremiums am 22. Oktober erwartet. Der Rat setzt sich aus politischen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Gruppen zusammen.

Das BR-Frauennetzwerk „Female for Future“ wollte den offenen Brief vor der Sitzung an die Rundfunkräte übergeben. Die Mitglieder sollten eine Frau wählen, heißt es darin. „Eine solche Entscheidung fördert langfristig das Ansehen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.“

Das Netzwerk bezeichnet sich selbst als lockeren Zusammenschluss von Mitarbeiterinnen aus allen Teilen des BR. Es wolle die Perspektive von Frauen in allen Fragen des Senders einbringen. Angaben zur Zahl der Mitglieder machte das Netzwerk nicht.

RND/dpa