Donnerstag , 22. Oktober 2020
Eine rot-gelbe Flagge kennzeichnet ein Badegebiet, das von Rettungsschwimmern gesichert wird. Quelle: DLRG, Michael Siepmann

Sicheres Baden: Das bedeuten die Flaggen am Strand

Ob Ostsee oder Nordsee – viele Deutsche zieht es, trotz Corona, an den Strand. Doch wann gilt absolutes Badeverbot und wann wird ein Strand überhaupt von der DLRG überwacht? Ein Überblick über die Badezonenkennzeichnung.

Begeisterte Strandbesucher, Urlauber oder Wassersportler stoßen an vielen Stränden auf Flaggen und gekennzeichnete Zonen. Dabei wissen viele Menschen gar nicht, was hier überhaupt angezeigt werden soll. Doch die so genannte Badestellenkennzeichnung sorgt für mehr Sicherheit, schreibt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf ihrer Webseite. Deshalb ist es für alle Strand-Fans wichtig, die Flaggen der DLRG deuten zu können.

Flaggenkunde für mehr Sicherheit an Strand und Meer

Generell sind die Flaggen an den Masten der Wachstationen der DLRG zu finden – einen Überblick über alle Stationen bietet diese Karte der DLRG.

Erkennen Strandbesucher eine rot-gelbe Flagge am Mast, zeigt diese ein Badegebiet an, welches von Rettungsschwimmern gesichert wird. Sind zusätzliche Flaggen dieser Farbgebung am Strand angebracht, begrenzen sie das bewachte Badegebiet.

Ist darüber hinaus eine gelbe Flagge gehisst, bedeutet dies gefährliche Bedingungen: Die DLRG empfiehlt ungeübten Schwimmern, Kindern und älteren Personen das Baden zu unterlassen. Weht zusätzlich ein orangefarbener Windsack am Mast, sollte auf aufblasbare Freizeitgeräte wegen des ablandiges Windes verzichtet werden. Es droht die Gefahr, von Land angetrieben zu werden.

Besonders wichtig ist die rote Flagge – sie markiert ein absolutes Badeverbot. Denn bei akuten Gefahrenlagen wie Strömungen, hohem Wellengang oder bei Wasserverschmutzung kann das Schwimmen lebensgefährlich sein.

Eine schwarz-weiß geviertelte Flagge zeigt nicht etwa einen Zieleinlauf an – sie wird für Strandabschnitte gesetzt, die ausschließlich für die Nutzung von Wassersportgeräten vorgesehen sind. Hier dürfen Surfbretter, Segelboote oder Jetskis verwendet werden. Das Baden ist in diesem Bereich zum eigenen Schutz der Schwimmer verboten.

Von David Sander/RND