Montag , 28. September 2020
Der französische Spiele-Entwickler Ubisoft geriet wegen sexueller Belästigung von Mitarbeitern in die Schlagzeilen. Quelle: imago/Eibner

“Toxisches Verhalten” bei Spiele-Entwickler Ubisoft – mehrere Führungskräfte gehen

Es geht um sexuelle und moralische Belästigung: Nachdem mehrere Topmanager ihren Posten räumen mussten, will der französische Spiele-Entwickler tiefgreifende Veränderungen in der Unternehmenskultur vornehmen. Zuletzt hätten die Mitarbeiter keine sichere Umgebung mehr vorgefunden.

Paris. Nach Vorwürfen von sexueller Belästigung und unangemessenem Verhalten müssen mehrere Führungskräfte beim französischen Spiele-Entwickler Ubisoft ihren Hut nehmen. Die Veränderungen in der Führungsetage sollen zu einer „Verbesserung der Unternehmenskultur“ führen, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag.

Die Veränderungen folgten auf eine strenge Überprüfung, die das Unternehmen als Reaktion auf die jüngsten Vorwürfe von Fehlverhalten durchgeführt habe. Chief Creative Officer Serge Hascoët, der Geschäftsführer des kanadischen Studios von Ubisoft, und die globale Personalleiterin Cécile Cornet haben demnach ihre Ämter niedergelegt.

Stärkung der Unternehmenskultur

„Ubisoft war nicht in der Lage, seinen Mitarbeitern eine sichere und integrative Arbeitsumgebung zu garantieren. Dies ist nicht akzeptabel“, erklärte Ubisoft-Chef Yves Guillemot laut Mitteilung. „Toxisches Verhalten“ stehe im Widerspruch zu den Werten des Unternehmens. „Ich bin entschlossener denn je, tiefgreifende Veränderungen durchzuführen, um unsere Unternehmenskultur zu verbessern und zu stärken.“ In der französischen Zeitung „Libération“ berichteten mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anonym von moralischer und sexueller Belästigung.

Aus dem Hause Ubisoft stammen so bekannte Blockbuster wie Assassin’s Creed, Far Cry oder Rayman.

RND/dpa