Marlehn Thieme, Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates, spricht während einer Pressekonferenz. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

ZDF-Fernsehrat: TV-Programm darf durch Corona nicht schlechter werden

Der ZDF-Fernsehrat dringt darauf, die Qualität des TV-Programms aufrechtzuerhalten. Wegen der Corona-Pandemie war es zu Drehausfällen und -verschiebungen gekommen. Die Lücke der fehlenden Spotevents solle mit "anregendem Programm" gefüllt werden.

Mainz. Der ZDF-Fernsehrat dringt darauf, die Qualität des TV-Programms trotz der Ausfälle und der Verschiebungen durch die Corona-Krise aufrechtzuerhalten. "Das sehen wir als Fernsehrat auch mit einem großen Interesse, dass das Programm nicht schlechter, sondern möglicherweise sogar besser wird", sagte die Vorsitzende Marlehn Thieme der Deutschen Presse-Agentur.

Der Fernsehrat ist ein Gremium, das sich für die Interessen der Allgemeinheit mit Blick auf die Programmarbeit des ZDF einsetzt. Der Rat setzt sich aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen - darunter Sport, Kirche, Politik, Kultur, Soziales - zusammen und ist nicht an Weisungen gebunden.

Drehstopps und Verschiebungen

Thieme betonte, jetzt gelte es, dass trotz Produktionsunterbrechungen und höherer Kosten in der Produktion wie Hygienemaßnahmen "auch gutes und fast mehr Programm passieren muss". Viele Großereignisse im Sport fallen aus, wie etwa die Fußball-Europameisterschaft, die im Programmplan vorgesehen waren. "Dafür muss man mit Kreativität auch anregendes Programm finden", warb Thieme.

Wegen der Corona-Krise waren Fernsehsender mit Drehstopps oder –verschiebungen konfrontiert. Langsam laufen Dreharbeiten wieder an. Es gibt Vorsichtsregeln an den Sets. Auch die ausfallenden Sportevents müssen TV-Sender kompensieren. Die ARD etwa rechnet sogar dadurch mit Mehrkosten.

RND/dpa