Dienstag , 29. September 2020
Polizeibeamte, die als Vorsichtsmaßnahme gegen die Ausbreitung des neuen Coronavirus eine Mundschutzmaske tragen, gehen spazieren, während eine Wolke aus Saharastaub über Havanna zieht. Quelle: Ramon Espinosa/AP/dpa

“Godzilla-Wolke“: Nasa beobachtet größte Staubwolke seit 50 Jahren aus dem All

Große Wirbelstürme oder Tsunamis kann man sogar aus dem All sehen. Und auch Staubwolken ab einer gewissen Größe. So beobachtet die Nasa aus dem All heraus eine riesige Godzilla-Staubwolke auf der Erde.

Eine dichte Wolke aus Saharasand hat die Karibik erreicht und bewegt sich nun weiter Richtung US-Küste, meldet der US-Wetterdienst. Die riesige Staubwolke wird von der Nasa aus dem All beobachtet. Gemessen an ihrer Größe und der Konzentration an Staub, ist es die größte Wolke dieser Art seit einem halben Jahrhundert. Das Phänomen ist deshalb unter dem Namen “Godzilla”-Wolke bekannt.

“Dies ist das bedeutendste Ereignis in den letzten 50 Jahren. Auf vielen karibischen Inseln sind die Bedingungen gefährlich”, erklärte der Spezialist für Umweltgesundheit Pablo Méndez Lázaro von der Universität in Puerto Rico.

Godzilla-Wolke breitete sich über Karibik aus

Satellitenaufnahmen der NASA zeigen, wie sich die Wolke seit Mitte Juni ausgebreitet hat. Sie erstreckte sich über mehr als 3200 Kilometer von der Westküste Afrikas bis an den Rand der Kleinen Antillen im westlichen Nordatlantik. Die extrem trockene und staubige Luft bewegt sich vom späten Frühjahr bis zum Herbst etwa alle drei bis fünf Tage über den Nordatlantik, berichtet die US-Klimabehörde.

Die Luftqualität in den meisten Teilen der Region sank auf gefährliche Werte. Experten warnten die Menschen, in ihren Häusern zu bleiben. Mit neun Millionen Quadratkilometer ist die Sahara die größte Trockenwüste der Erde und die größte Staubquelle auf unserem Planeten. 500 Millionen Tonnen Staub wehen jedes Jahr in verschiedene Erdteile, auch nach Deutschland.

RND