Sonntag , 27. September 2020
Eine Geheimdienst-Mitarbeiterin sitzt in der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in einem Schulungsraum. Der BND wird zum Serienstoff. Quelle: Wolfgang Kumm/dpa

“Die Agentin”: Bundesnachrichtendienst wird zum Serienstoff

Die geplante Serie “Die Agentin” wandelt auf den Spuren von internationalen Produktionen wie “Homeland” und “24”. Sie befasst sich mit dem deutschen Auslandsgeheimdienst. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat an der Produktion selbst mitgewirkt.

Berlin. Der deutsche Auslandsgeheimdienst wird Stoff einer Serie – mit einer Frau in der Hauptrolle. Das Projekt „Die Agentin“ der Produzentin Ariane Krampe wandelt auf den Spuren von internationalen Produktionen wie „Homeland“ und „24“. Aus dem Inneren des Bundesnachrichtendienstes (BND) sei bisher noch nie in einer Serie erzählt worden, heißt es in der Ankündigung der Produktionsfirma.

„Die Agentin“ wolle nun diese Lücke schließen – „innovativ, spannend, jenseits der Klischees, gründlich recherchiert und hochaktuell“. Die Serie gebe „überraschende und authentische Einblicke in das normalerweise streng abgeschottete Innenleben des Geheimdienstes“.

Besetzung noch unbekannt

Die Drehbuch kommt von Martin Rauhaus (“Die Luftbrücke”), Regie führt Anca Miruna Lazarescu (“Hackerville”). Eine Besetzung oder Näheres zur Ausstrahlung wurde noch nicht genannt. “Wir sind in verschiedenen Gesprächen mit interessierten Sendern beziehungsweise Streaming-Plattformen”, sagte die Produzentin Ariane Krampe, die für Filme wie “Der Fall Barschel” oder “Der Tunnel” bekannt ist.

Erstmals hat der BND bei der Recherche für so eine Serie mitgewirkt. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sprachen mit dem Filmteam. Der BND, der seit seinem Umzug aus dem bayerischen Pullach nach Berlin mehr in die Öffentlichkeit gerückt ist, setzt damit seinen Kurs fort – dem Schlapphut-Image der verschwiegenen Agenten etwas entgegenzusetzen. So öffnete im BND-Neubau 2019 ein Besucherzentrum mit einer Ausstellung.

Zusammenarbeit mit dem BND

Krampe sagte zur Zusammenarbeit mit dem BND, sie hätten vielfältige, spannende Möglichkeiten und wertvolle Einblicke zur Recherche erhalten – „mehr, als wir anfangs erwartet haben“.

RND/dpa