Sonntag , 27. September 2020
Die WWDC20 beginnt mit einer Keynote am 22. Juni um 19 Uhr. Quelle: Apple

WWDC 2020: Was passiert auf Apples Entwicklerkonferenz?

Neue Betriebssysteme und ein neuer iMac? Im Vorfeld von Apples Entwicklerkonferenz WWDC gibt es wieder viele Gerüchte. Was wird Apple vorstellen?

Apple lädt wieder zu seiner Entwicklerkonferenz ein – dieses Mal nicht nach Kalifornien, sondern digital. Bei der WWDC steht traditionell die Software im Vordergrund. Womit Experten dieses Jahr rechnen:

Was ist die WWDC und wann findet sie statt?

Die Worldwide Developers Conference (WWDC) ist die jährliche Entwicklerkonferenz von Apple. Sie findet dieses Jahr zum 31. Mal statt und richtet sich an Softwareentwickler für die Produkte von Apple. Ihnen soll die Konferenz die Gelegenheit geben, sich frühzeitig “mit der Zukunft von iOS, iPadOS, macOS, watchOS und tvOS vertraut zu machen”, so Apple in seiner Ankündigung.

In diesem Jahr findet die WWDC vom 22. bis zum 26. Juni statt und zwar – aufgrund der Corona-Krise – gänzlich digital. Üblicherweise ist die Teilnehmerzahl bei den Events auf einige Tausend begrenzt – und Apple muss die rund 1600 Dollar teuren Tickets unter den vielen Interessenten verlosen. In diesem Jahr sollen aber alle App-Entwickler kostenlos über die Website teilnehmen können.

Das wichtigste Ereignis für Apple-Fans ist die “Special Event Keynote”, die am 22. Juni um 19 Uhr deutscher Zeit ist.

Was wird am 22. Juni 2020 auf der WWDC präsentiert?

Üblicherweise gibt Apple auf der WWDC einen Ausblick auf künftige Softwarefunktionen. Manchmal, wie etwa im vergangenen Jahr mit dem Mac Pro, präsentiert Apple aber auch Hardware. Im Vorfeld gab es schon einige Berichte, dass Apple künftig in seinen Macs statt Prozessoren von Intel eigene Chips einbauen möchte. Die offizielle Ankündigung am 22. Juli solle den App-Entwicklern genügend Zeit geben, sich für den Marktstart der neuen Computer im kommenden Jahr vorzubereiten.

Darüber hinaus mangelt es wie immer bei Apple im Vorfeld der Veranstaltung nicht an Gerüchten. Die Experten von “MacRumors” gehen so zum Beispiel davon aus, dass Apple einen neu designten iMac präsentieren könnte.

Auf Softwareseite sollen demnach aber auch neue Features präsentiert werden, die Nutzer dann ab September 2020 auf ihren Geräten finden. Neue Funktionen bei iOS 14 könnten demnach eine Fitness-App, eine neue Podcast-App, eine AR-App oder auch die Möglichkeit, den Apple Pencil für jedes Textfeld zu nutzen, sein.

Auch die Apple Watch könnte mit watchOS 7 einige neue Funktionen erhalten, wie etwa die Möglichkeit einer Kindersicherung oder die Möglichkeit für Eltern, bestimmte Funktionen in bestimmten Situationen (wie in der Schule) zu managen. Eine weitere spannende Funktion, die Apple möglicherweise ankündigt, könnte ein Blutsauerstoffsättigungs-Tracking sein.

Wo kann ich die WWDC Keynote live sehen?

Die Keynote kann unter anderem unter apple.com, aber auch bei Youtube verfolgt werden.

Was bringt Apple sonst noch?

Im Vorfeld der WWDC steht Apple nicht gerade auf bestem Fuße mit den Entwicklern. Denn unmittelbar vor der WWDC hat sich die Debatte um die Abgaben im App Store des Konzerns zugespitzt. Auslöser ist der Streit zwischen Apple und den Entwicklern der E-Mail-App “Hey”. Der iPhone-Konzern verbannte die Anwendung mit dem kostenpflichtigen Dienst aus seiner Downloadplattform, weil sie keine Möglichkeit bietet, ein Abo direkt in der App abzuschließen.

Apple verlangt eine Kommission von 30 Prozent, wenn Apps oder digitale Dienstleistungen auf der Plattform des Konzerns verkauft werden. Bei länger laufenden Abos sinkt der Anteil auf 15 Prozent. Zugleich richteten sich einige Anbieter wie zum Beispiel Netflix so ein, dass sie die Abos auf ihrer eigenen Website verkaufen – und die Nutzer sich dann in der App auf dem Apple-Gerät nur anmelden müssen. In diesem Fall wird keine Abgabe an Apple fällig. Auf dieses Modell wollte auch die Entwicklerfirma Basecamp mit ihrer “Hey”-App zurückgreifen. Apple ließ die Anwendung auch zunächst in den App Store. Doch bei einem Update hieß es dann wenige Tage später, die App verstoße gegen die Regeln der Plattform.

RND/asu/dpa