Bisher am häufigsten wurde dem Naturschutzbund (NABU) die Steinhummel gemeldet. Quelle: Helge May/NABU/dpa

Insekten-Zählaktion: In deutschen Gärten wimmelt es von Steinhummeln

Der NABU hat eine erste Zwischenbilanz seiner Mitmachaktion “Insektensommer” gezogen. Mehr als 8000 Naturfreunde zählten in ihren Gärten die heimischen Insekten - und trafen am häufigsten die Steinhummel an.

Berlin. Sie haben einen samtschwarzen Körper, einen rotbraunen Hinterleib – und sind das am häufigsten beobachtete Insekt in deutschen Gärten: Steinhummeln. Das zumindest ist das Halbzeitergebnis einer vom Naturschutzbund (Nabu) initiierten Zählung, an der sich bisher mehr als 8000 Naturfreunde beteiligt haben.

Das sind die am häufigsten entdeckten Insekten

Die häufigsten Arten sind demnach in den bisher drei Zähljahren des Nabu-"Insektensommers" fast gleich geblieben: Auf die Steinhummel folgen Hainschwebfliege, Asiatischer Marienkäfer, Westliche Honigbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Lederwanze und Ackerhummel.

“Nur der Siebenpunkt-Marienkäfer ist ein Neueinstieg in die Top Ten”, so Nabu-Insektenexpertin Laura Breitkreuz. Das liege sicher an der in diesem Jahr erstmals gestellten Entdeckungsfrage, bei der es um Marienkäfer ging.

Fast 5000 Beobachtungen gemeldet

Auch erste Trends seien feststellbar: “Die Blaue Holzbiene, die ursprünglich nur in Südeuropa und manchen Regionen Süddeutschlands zu finden war, wandert nach und nach gen Norden”, so Breitkreuz.

Bei der Aktion haben Naturfreunde fast 5000 Beobachtungen gemeldet. “Von der Ameise bis zum Zitronenfalter, Insekten sind systemrelevant – wir freuen uns, dass viele Menschen das offenbar erkannt und sich am Insektensommer beteiligt haben”, so Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. In Deutschland leben rund 33.000 Insektenarten.

RND/dpa