Dienstag , 27. Oktober 2020
Das Google Doodle am 30. September zeigt einen animierten Wackeldackel. Quelle: Google Screenshot

Google ehrt den Wackeldackel

Wen oder was zeigt das heutige Google-Doodle, an welchen Feiertag erinnert es oder welche wichtige Persönlichkeit stellt es vor? Mit seinen sogenannten Doodles überrascht Google seine Nutzer immer wieder. Das hat es mit dem Google Doodle am 30. September 2020 auf sich.

Google-Doodle heute: Wackeldackel am 30. September

Am 30.09.2020 ehrt Google den Wackeldackel. Das Auto-Accessoire galt lange Zeit als Inbegriff der Spießigkeit. Heute ist der zitternde Hundekopf jedoch nur noch selten auf Hutablagen in Autos zu sehen.

Ein drolliger, vor sich hin wippender Dackel vor malerischer Alpenkulisse – das Google-Doodle am 30. September ehrt ein spezielles deutsches Kulturgut: den Wackeldackel. Die animierte Grafik ist interaktiv, ein Klick auf das Hündchen lässt gelbe Herzen emporsteigen. Zudem ändern sich Gesichtsausdruck des Tiers und Szenerie im Hintergrund. Nach einiger Zeit fliegt ein Heißluftballon in schwarz-rot-gold vorbei.

Der Wackeldackel war vor allem in den 1960er und 1970er Jahren ein viel gesehenes Accessoire in deutschen Pkw. Platz nahm die ungewöhnliche Dekoration meist auf der sogenannten Hutablage des Autos, von wo sie von anderen Fahrern begutachtet werden konnte. Für viele kam der nickende Vierbeiner jedoch einer Provokation gleich: Als Ausdruck von Spießigkeit wurde dem Wackeldackel nämlich ein ganz bestimmter Fahrertyp zugeschrieben.

Ende der 1990er feierte der Wackeldackel dank eines Aral-Werbespots ein kurzes Comeback. Heute ist die Kultfigur jedoch nur noch selten zu sehen. Stattdessen findet allerlei anderes Gedöns Platz auf Hutablage oder Armaturenbrett.

Was sind Google Doodles?

Nicht jeder kennt ihren Namen, aber so gut wie jeder Internetnutzer hat sie schon einmal gesehen: die Google Doodles. Dabei handelt es sich um Grafiken, die auf der Startseite von Google und in den Suchergebnislisten oben links stehen können. Oftmals stellen sie das Google-Logo dar, das mit verschiedenen Extras oder Effekten erweitert wird. Häufig löst ein Klick auf die Grafik sogar eine Animation oder gar ein interaktives Spiel aus.

Grundsätzlich werden Google Doodles immer zu einem bestimmten Ereignis erstellt – ob Muttertag, Fußball-WM, Feiertag oder Gedenktag einer bekannten Persönlichkeit. So erinnern sie einerseits an ein besonderes Ereignis, bieten darüber hinaus aber auch weiterführende Informationen an. Denn durch einen weiteren Klick gelangen Nutzer direkt zu einer automatischen Suchanfrage, die den Hintergrund des Doodles genauer erklärt.

Erstellt werden sie von den Doodlern, einem speziellen Künstlerteam bei Google, das aus Grafikern und Illustratoren besteht.

Das erste Google Doodle

Erstmals erschien ein Google Doodle 1998, als Larry Page und Sergey Brin das klassische Google-Logo veränderten, um ihre Anwesenheit bei dem Festival Burning Man auszudrücken. Anders als heute waren dieses und die darauf folgenden Logos noch vergleichsweise einfach gehalten, meist bestanden sie lediglich aus einer unbeweglichen Grafik vor oder hinter dem Google-Schriftzug. Die Anzahl der Google Doodles belief sich 1998 auf gerade einmal drei Stück – heute sind es pro Jahr mehrere Hundert Doodles. Bisheriger Spitzenreiter ist das Jahr 2013, in dem insgesamt 325 Google Doodles online gingen.

Ist das Google Doodle weltweit gleich?

Nein, die Google Doodles unterscheiden sich teilweise international voneinander oder werden nur in bestimmten Regionen und Ländern ausgespielt. Nationalfeiertage werden beispielsweise nur in dem jeweiligen Land ausgespielt, etwa der Königstag am 27. April in den Niederlanden oder der gleichzeitig stattfindende Freiheitstag in Südafrika. International wichtige Gedenktage, Feiertage oder sonstige spannende Ereignisse wie der Tag der Erde oder das erste Bild eines schwarzen Lochs werden hingegen international ausgespielt.

RND/pf/pach/mit Google