Donnerstag , 29. Oktober 2020
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach Vorschlag von Steinmeier: Auch Spahn will Gedenkstunde für Opfer der Pandemie

Nach den Überlegungen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einer offiziellen Gedenkstunde für die Corona-Opfer, hat sich auch Gesundheitsminister Jens Spahn dafür ausgesprochen. Ihm sei es wichtig zu zeigen, dass man die damit verbundenen Härten und das Leid wahrnimmt. Die Frage sei, “in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt”.

Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Überlegungen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einer Gedenkstunde für die Opfer der Corona-Pandemie begrüßt. “Es ist schon auch wichtig, finde ich, zu zeigen, dass wir wahrnehmen, welche Härten, welches Leid es auch eben gegeben hat und zum Teil bis heute noch gibt”, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im “Bild”-Gesprächsformat “Die richtigen Fragen”.

Er könne es grundsätzlich nur richtig finden, „dass wir miteinander als Nation, als Gesellschaft auch einen Weg finden“, derer zu gedenken, „für die es hart war im Alltag“, und derer, die der Pandemie zum Opfer gefallen sind. Die Frage sei, „in welcher Form und zu welchem Zeitpunkt“, so Spahn.

„Der Corona-Tod ist ein einsamer Tod“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte eine offizielle Gedenkstunde für die Corona-Opfer in Deutschland ins Gespräch gebracht. „Der Corona-Tod ist ein einsamer Tod“, sagte Steinmeier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Viele Patienten in Krankenhäusern und Altenheimen seien ohne den Beistand ihrer Angehörigen gestorben, die Hinterbliebenen hätten nicht Abschied nehmen können.

„Wir müssen den Menschen in ihrer Trauer helfen – und darüber nachdenken, wie wir unser Mitgefühl ausdrücken können.“ Wann dafür der richtige Zeitpunkt sei und ob etwa eine Gedenkstunde der richtige Rahmen sei, werde er mit den Vertretern der anderen Verfassungsorgane besprechen.

RND/dpa