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Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft sich am 8. September mit Vertretern von Gesundheitsämtern, Kommunen und Ländern. Quelle: Getty Images

Mehr Geld, mehr Stellen: Merkel sichert Gesundheitsämtern weiter Unterstützung zu

Die Gesundheitsämter spielen in der Corona-Pandemie eine zentrale Rolle. Durch das Anordnen von Corona-Tests und die Nachverfolgung von Infektionsketten müssten sie einen enormen Mehraufwand bewältigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel dankte ihnen nun für ihren Einsatz. Zudem stellte sie mehr Geld und neue Vollzeitstellen in Aussicht.

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Gesundheitsämtern für ihre zentrale Rolle in der Corona-Krise gedankt und erneut eine bessere Ausstattung zugesichert. Sie hätten “einen ganz wesentlichen Anteil daran, dass wir das Infektionsgeschehen bislang in Deutschland doch weitgehend unter Kontrolle halten konnten”, sagte Merkel am Dienstag in einer Videokonferenz mit Vertretern von Ämtern, Kommunen und Ländern. Für die Gesundheitsämter bedeute die Pandemie mit dem Verfolgen von Infektionsketten oder dem Anordnen von Tests und Quarantäne einen “unfassbaren Mehraufwand”.

Bund will vier Milliarden Euro bereitstellen

Merkel bekräftigte, dass der Bund nun viel Geld für Verbesserungen in die Hand nehmen wolle. In Regionen mit hohen Infektionszahlen stießen die Ämter mitunter an die Grenze des personell Leistbaren. Auch digitale Kommunikationsmöglichkeiten ließen durchaus noch zu wünschen übrig. "Die Gesundheitsämter wissen selbst am besten, wo geeignete Ansatzpunkte für Veränderungen sind", sagte die Kanzlerin.

Um die bundesweit 375 Ämter zu stärken, will der Bund vier Milliarden Euro bis 2026 bereitstellen. Vorgesehen ist unter anderem, bis Ende 2022 mindestens 5000 unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst neu entstehen zu lassen. Geplant ist zudem breit angelegte Unterstützung bei neuen digitalen Lösungen, etwa für Meldewege.

RND/dpa