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Ein Krankenpfleger geht über einen Flur in einem Krankenhaus. (Symbolbild) Quelle: Philipp Schulze/dpa

Ärzte und Pfleger zuerst: Spahn rechnet mit Prioritätensetzung bei Corona-Impfstoff

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass von einem möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus zu Beginn nicht ausreichend Mittel vorrätig sein werden. Die Bundesregierung rechnet daher damit, beim Einsatz zunächst Prioritäten setzen zu müssen. Menschen, die beruflich einem erhöhten Risiko ausgesetzt seien, würden demnach zuerst geimpft.

Berlin. Beim Einsatz eines möglichen Corona-Impfstoffes dürften aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zunächst Prioritäten nötig sein. In der Anfangsphase werde wahrscheinlich nicht genug Impfstoff für alle da sein, sagte der CDU-Politiker “Focus Online” (Freitag). Deswegen erarbeite die Impfkommission Vorschläge, bei denen einiges schon absehbar sei. “Zunächst werden diejenigen geimpft, die beruflich bedingt einem Risiko ausgesetzt sind – Pflegende, Ärztinnen und Ärzte. Und dann kommen Risikogruppen wie Hochbetagte oder Menschen mit Vorerkrankungen.”

Er sei optimistisch, dass nach einigen Monaten genügend für alle vorhanden sein könnte - wenn es dann einen Impfstoff gebe. Spahn bekräftigte: “Es wird keine verpflichtende Impfung geben.”

RND/dpa