Donnerstag , 29. Oktober 2020
Bis Ende Oktober will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Verteilung künftiger Corona-Impfstoffe in Deutschland regeln. Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Spahn: Impfstoffverteilung soll bis Ende Oktober geregelt sein

Berlin. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Regierungskreise.

Spahn will demnach eine Expertengruppe aus Ärzten, Ethikexperten und Sozialwissenschaftlern bilden, zu der auch Mitglieder der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut, Forscherinnen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Mitglieder des deutschen Ethikrates zählen sollen. Diese Experten sollen Grundsätze erarbeiten.

Den Berichten zufolge werde der Schritt damit begründet, dass die Frage der Verteilung aufgrund zunächst knapper Impfdosen nicht nur eine medizinische, sondern auch eine ethische und sozialpolitische Dimension habe. Sobald ein erster Impfstoff zugelassen sei, solle das Verteilungskonzept detailliert festgelegt werden, heißt es.

Spahns Pläne, Spahns Optimismus

“Zunächst werden diejenigen geimpft, die beruflich bedingt einem Risiko ausgesetzt sind – Pflegende, Ärztinnen und Ärzte. Und dann kommen Risikogruppen wie Hochbetagte oder Menschen mit Vorerkrankungen”, hatte Spahn bereits vor einer Woche gesagt. Er sei optimistisch, dass nach einigen Monaten genügend Dosen für alle vorhanden sein könnten – wenn es dann einen Impfstoff gebe.

Trotz steigender Corona-Fallzahlen ist das deutsche Gesundheitssystem aus Spahns Sicht weiterhin nicht überlastet. Mit fast 2300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag bei Twitter. “Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz Europa besorgt”, fügte er jedoch hinzu.

Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten am Freitag 2297 neue Corona-Infektionen registriert, wie das Robert-Koch-Institut bekannt gab. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und ab Juli wieder gestiegen. Die Zahl der erkannten Neuinfektionen hängt auch davon ab, wie viele Menschen getestet werden.

RND/tdi/dpa