Donnerstag , 29. Oktober 2020
Migrantinnen und Migranten rufen bei einem Protest Parolen und halten ein Schild mit der Aufschrift "EU, save us, please" (EU, rette uns bitte) in der Nähe der Stadt Mytilene auf der nordöstlichen Seite der Insel Lesbos. Quelle: Petros Giannakouris/AP/dpa

Von Lesbos aufs Festland: Asyl für mehr als 700 Flüchtlinge

Athen/Lesbos. Rund 20 Tage nach der vollständigen Zerstörung der Registrierlagers von Moria auf der Insel Lesbos können am Montag mehr als 700 Migranten die Insel Lesbos verlassen. Es seien anerkannte Flüchtlinge, die Asyl in Griechenland bekommen haben, berichtete das Staatsfernsehen (ERT) am Montagmorgen. Sie sollen an Bord der Fähre “Nissos Chios” am Montagabend nach Piräus gebracht werden und dann auf dem Festland untergebracht werden.

Es sei geplant dass – wahrscheinlich am Donnerstag und am nächsten Montag – weitere 2300 Menschen mit Schutzrecht zum griechischen Festland gebracht werden, berichtete das Staatsfernsehen weiter.

Der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis hatte diese wesentliche Entlastung des vorläufigen Zeltlagers von Kara Tepe, indem rund 10.000 Menschen nach der Zerstörung von Moria untergebracht worden sind, bereits am Vortag im Rundfunk angekündigt.

RND/dpa