Donnerstag , 29. Oktober 2020
Mike Pompeo (l), Außenminister der USA, und Nikos Dendias, Außenminister von Griechenland, stoßen während der Begrüßung mit den Ellenbogen aneinander. Beide tragen einen Mund-Nasen-Schutz während ihres Treffens. Pompeo ist für zwei Tage in Griechenland. Quelle: Giannis Papanikos/AP/dpa

US-Außenminister Pompeo startet seine Europareise in Griechenland

Thessaloniki. US-Außenminister Mike Pompeo hat Hilfe bei der Beilegung des Streits zwischen Griechenland und der Türkei zugesagt. Die USA und Griechenland seien überzeugt, dass das Thema Seegrenzen friedlich gelöst werden solle, erklärten Pompeo und sein griechischer Kollege Nikos Dendias am Montag nach einem Treffen in Thessaloniki. Die beiden Nato-Partner wollten Stabilität und Sicherheit in der Region mit allen angemessenen und verfügbaren Mitteln sichern.

Für Montagabend wurden Proteste in der Stadt wegen Pompeos Besuch angekündigt.

Die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei haben sich in diesem Jahr verschlechtert, vor allem, weil die Türkei mit einem Schiff Gas- und Ölvorkommen in einer Gegend erforschte, die Griechenland als exklusive Wirtschaftszone für sich beansprucht. Griechenland hat wie die Türkei Kriegsschiffe in das Gebiet geschickt.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte eine Lösung, die die Rechte aller berücksichtige. “Ich lade alle Mittelmeerländer, die unsere Nachbarn sind, und besonders Griechenland, ein, das östliche Mittelmeer nicht weiter als Nullsummenspiel zu betrachten”, sagte er. Energiefragen sollten ein Grund für Zusammenarbeit und nicht für Konflikt sein.

Friedliche Lösung für Spannungen im Mittelmeer gesucht

Pompeo wollte am Abend nach Kreta weiterreisen, wo er den griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis treffen sollte. Außerdem war ein Besuch auf dem Marinestützpunkt Souda geplant. Im Verlauf seiner fünftägigen Tour wollte Pompeo auch Italien, den Vatikan und Kroatien besuchen.

RND/AP