Samstag , 24. Oktober 2020
Eine Medaille mit dem Konterfei von Alfred Nobel ist im Nobel Museum in Stockholm zu sehen. Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Demokratie-Aktivist aus Belarus bekommt Alternativen Nobelpreis

Stockholm. Die Alternativen Nobelpreise gehen in diesem Jahr unter anderem nach Belarus und in den Iran. Dort werden die inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh sowie der belarussische Demokratie-Aktivist Ales Beljazki und das von ihm gegründete Menschenrechtszentrum Wesna mit dem Preis ausgezeichnet, wie die zuständige Right-Livelihood-Stiftung am Donnerstag mitteilte.

Außerdem erhalten der US-Bürgerrechtsanwalt Bryan Stevenson und die Aktivistin Lottie Cunningham Wren aus Nicaragua die renommierte Auszeichnung, die die in Stockholm ansässige Stiftung alljährlich im Vorfeld der eigentlichen Nobelpreis-Bekanntgaben verkündet.

Der seit 1980 verliehene Preis heißt offiziell Right Livelihood Award, gemeinhin wird er aber als Alternativer Nobelpreis bezeichnet. Die Auszeichnung steht in kritischer Distanz zu den eigentlichen Nobelpreisen, deren Preisträger ab Montag in Stockholm und Oslo bekanntgegeben werden.

Jeder Träger der Alternativen Nobelpreise erhält eine Million schwedische Kronen (rund 95.000 Euro), die für seine Arbeit bestimmt sind. Wegen der Coronavirus-Pandemie sollen die Geehrten in diesem Jahr am 3. Dezember bei einer virtuellen Verleihung gewürdigt werden. Im vergangenen Jahr war unter anderen Klima-Aktivistin Greta Thunberg ausgezeichnet worden.

RND/dpa