Samstag , 24. Oktober 2020
Eine Familie schaut sich an der East Side Gallery ein Stück der Berliner Mauer an. Quelle: Christoph Soeder/dpa

Umfrage: Zwei Drittel der Bürger mit Zustand der Demokratie zufrieden

Köln. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung blickt eine klare Mehrheit der Bundesbürger positiv auf die politischen Strukturen in Deutschland, allerdings zeigen sich nach wie vor große Unterschiede zwischen Ost und West.

Insgesamt sind knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Deutschen zufrieden oder sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie die Demokratie hierzulande funktioniert, wie aus einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten ARD-Umfrage hervorgeht. Gut ein Drittel (35 Prozent) ist damit weniger oder gar nicht zufrieden. Während die Zufriedenheit in den westlichen Bundesländern 68 Prozent beträgt, sind es jedoch in den östlichen Bundesländern lediglich 50 Prozent.

Der Zustand der Meinungsfreiheit wird weitgehend positiv bewertet: Im Westen Deutschlands sagen 85 Prozent, bei der Meinungsfreiheit sei die Situation heute besser als in der DDR. Unter den Ostdeutschen sagen dies 68 Prozent.

Überwiegend kritisch wird dagegen im historischen Vergleich der heutige soziale Zusammenhalt bewertet: Drei Viertel der Ostdeutschen (74 Prozent) meinen, der Zusammenhalt sei in der DDR besser gewesen. Unter den Westdeutschen sind 42 Prozent dieser Auffassung. Recht unterschiedlich bewerten die Menschen in Ost und West auch das Schulsystem und die frühkindiche Betreuung heute und in der DDR.

Das Institut infratest dimap befragte für den “Deutschlandtrend” im Auftrag der ARD-„Tagesthemen“ am Montag und Dienstag dieser Woche telefonisch 1001 Wahlberechtigte.

RND/epd