Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf einem Monitor. Quelle: imago images/Jan Huebner

Livestream: Merkel zum Corona-Lockdown und wie es weitergeht

Berlin. Bund und Länder beraten am heutigen Dienstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Die Gespräche beginnen um 14 Uhr. Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen wollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über die Verlängerung des bis Ende Januar geltenden Lockdowns reden.

Die Experten, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie beraten, empfehlen weitere harte Lockdown-Maßnahmen. Der derzeit leicht positive Trend sinkender Zahlen dürfe nicht überschätzt werden, erklärten die Wissenschaftler bei Beratungen am Montagabend.

Die Experten hätten eindrücklich die drohende Gefahr durch das mutierte Virus beschrieben, das sich in hoher Geschwindigkeit ausbreiten könne. Die einzige hilfreiche Konsequenz sei eine weitere Reduzierung der Kontakte und Einschränkung der Mobilität.

Als einer der wesentlichen Schritte sei die Ausweitung des Homeoffice genannt worden, hieß es weiter. Je mehr Menschen zu Hause blieben, desto besser.

Ergebnisse der Gespräche waren frühestens für 18 Uhr erwartet worden. Anschließend stellt die Kanzlerin die Absprachen zwischen Bund und Ländern auf einer Pressekonferenz vor, die sie hier im Livestream verfolgen können.

Bis Ende Januar gilt der derzeitige Lockdown mit geschlossenen Schulen, Geschäften und eingeschränkten Privatkontakten. Diskutiert werden über eine Verlängerung und auch über schärfere Maßnahmen.

Im Gespräch sind etwa eine FFP2-Maskenpflicht, wie sie in Bayern für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr bereits gilt, eine nächtliche Ausgangssperre und eine Homeoffice-Pflicht für Tätigkeiten, die zu Hause erledigt werden können.

Vor dem Corona-Gipfel an diesem Dienstag haben Patientenschützer Bund und Länder zu einer Kehrtwende beim Schutz von Pflegeheimbewohnern aufgerufen.

Ohne eine konsequente Verlegung von Heimbewohnern mit negativem PCR-Test an einen sicheren Ort seien Ketteninfektionen vorprogrammiert, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ . Die heiminterne Trennung von Corona-Infizierten und -Nichtinfizierten sei gescheitert.

RND/dpa/epd