Gesundheitsminister Jens Spahn (Archivfoto). Quelle: imago images/Christian Spicker

Sprecher: Jens Spahn geht es “den Umständen entsprechend gut”

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht es nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums „den Umständen entsprechend gut“. „Er hat weiterhin kein Fieber, zeigt aber Erkältungssymptome“, teilte der Sprecher am Donnerstag mit.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem engeren Umfeld des Ministers seien inzwischen ebenfalls auf das Coronavirus untersucht, aber negativ getestet worden. „Als Vorsichtsmaßnahme arbeiten sie vorläufig aus dem Homeoffice.“

Wie es am Donnerstag aus Regierungskreisen weiter hieß, ist die Leitungsebene des Gesundheitsministeriums arbeitsfähig, das schließe den Minister ein. Er arbeite im Homeoffice. Erkenntnisse darüber, wo der Minister sich angesteckt haben könnte, gebe es bisher nicht.

Spahn war am Mittwoch als erster Bundesminister positiv auf Corona getestet worden. Er hatte sich nach Angaben seines Ministeriums wegen Erkältungssymptomen einem Test unterzogen.

Negativer Corona-Test bei Seehofer

Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht derweil keinen Anlass für Quarantäne angesichts der Spahn-Diagnose. Für Seehofer bestehe derzeit kein Verdacht einer Corona-Infektion, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag auf Anfrage mit. “Bei allen Kontakten des Ministers, auch bei der gestrigen Kabinettssitzung wurden die Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes und das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes berücksichtigt”, führte er weiter aus. Im Innenministerium würden die mit der Corona-Pandemie verbundenen Maßnahmen sehr ernst genommen.

Dem Vernehmen nach wurde Seehofer auf das Virus getestet, nachdem bekannt wurde, dass sich Spahn angesteckt hat - mit negativem Ergebnis. Die Termine des Innenministers in den kommenden Tagen sollen wie geplant stattfinden.

RND/dpa