Joe Biden, Präsidentschaftskandidat der Demokraten, spricht beim letzten TV-Duell. Quelle: Julio Cortez/AP/dpa

Biden weist Korruptionsvorwürfe entschieden zurück

Nashville. Der US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hat Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit umstrittenen Auslandsgeschäften seines Sohnes Hunter Biden entschieden zurückgewiesen. „Ich habe niemals in meinem Leben einen Penny von einer ausländischen Quelle angenommen“, sagte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee beim zweiten und letzten TV-Duell mit US-Präsident Donald Trump.

Trump warf Biden vor: „Ich mache kein Geld mit China, Sie schon. Ich mache kein Geld mit der Ukraine, Sie schon.“ Trump hat in den vergangenen Tagen seine Korruptionsvorwürfe gegen die Biden-Familie verschärft und Justizminister William Barr zu Ermittlungen aufgefordert.

Das Trump-Lager wirft Hunter Biden vor, dieser habe Profit aus dem Amt seines Vaters als Vizepräsident unter Barack Obama schlagen wollen. Trumps Wahlkampfteam beschuldigt Joe Biden, entgegen seiner Aussage von den Auslandsgeschäften seines Sohnes unter anderem mit China und der Ukraine gewusst zu haben.

„Hören Sie auf, Spiele zu spielen“

Ex-Vizepräsident Biden verwies darauf, dass er seine Steuererklärungen der vergangenen 22 Jahre offengelegt habe. „Sie haben kein einziges Jahr ihrer Steuererklärungen herausgegeben“, sagte Biden zu Trump. „Was haben Sie zu verbergen?“

Trump sagte erneut, er wolle seine Steuererklärungen veröffentlichen, sobald eine Buchprüfung der Steuerbehörde IRS abgeschlossen sei. „Er sagt das seit vier Jahren“, erwiderte Biden. „Zeigen Sie sie uns einfach. Hören Sie auf, Spiele zu spielen.“

Trump dementierte auch, dass er zu wenig Steuern gezahlt habe. „Ich habe Abermillionen Dollar an Steuern vorab gezahlt.“ Die Wahl ist am 3. November.

RND/dpa