Wahlkampfattacke statt Diplomatie: Donald Trump lästerte in einem Gespräch mit den Regierungschefs aus Israel und dem Sudan über Joe Biden. Quelle: imago images/UPI Photo

Trump spottet in Schalte mit Israel und Sudan über Biden

Washington. Kurz vor der Wahl in den USA hat Präsident Donald Trump bei einer Telefonkonferenz mit den Regierungen des Sudans und Israels über seinen Herausforderer Joe Biden gespottet. Vor Journalisten verkündete Trump während der Schalte am Freitag im Weißen Haus, dass sich der Sudan und Israel unter seiner Vermittlung auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen geeinigt hätten. „Denkst Du, Sleepy Joe hätte diesen Deal machen können, Bibi?“, fragte Trump Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. „Das glaube ich nicht.“

Netanjahu wiegelt diplomatisch ab

Netanjahu antwortete diplomatisch: „Wir schätzen die Hilfe für Frieden von jedem in Amerika.“ Zur selben Zeit waren der Ministerpräsident des Sudan, Abdullah Hamduk, und der Vorsitzende des Souveränen Rates des Landes, Abdel Fattah Burhan, in der Leitung.

Der Republikaner Trump (74) verspottet seinen 77-jährigen demokratischen Herausforderer Biden regelmäßig als „Sleepy Joe“ („Schläfriger Joe“). Trump unterstellt dem früheren Vizepräsidenten Biden immer wieder mangelnde körperliche und geistige Fitness und zweifelt öffentlich an, ob er dem Präsidentenamt gewachsen sei. In Umfragen vor der Wahl am 3. November liegt Biden vor Trump.

RND/dpa