Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden erhebt schwere Vorwürfe gegen Amtsinhaber Donald Trump. Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa

Biden: Trump hat Coronavirus in den USA bewusst verbreitet

Washington. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat Amtsinhaber Donald Trump vorgeworfen, die Corona-Krise aktiv zu befördern. „Es wirkt so, als ob er entschieden hat, für das Virus in die Offensive zu gehen“, sagte Biden am Freitag in einer Rede im Staat Delaware.

Schließlich habe Trump Großkundgebungen im ganzen Land abgehalten, bei denen keine Abstandsregeln und keine Maskenpflicht gegolten hätten. Er habe sogar „das Virus ins Weiße Haus eingeladen“, indem er die grundlegendsten Vorsichtsmaßnahmen locker genommen habe.

Biden fordert allgemeine Maskenpflicht

Im Falle seines Wahlsiegs werde er hingegen in der Übergangszeit mit allen Gouverneuren sowie Kommunalpolitikern Kontakt aufnehmen, um mehr über deren Bedürfnisse in der Pandemiebekämpfung zu erfahren, versprach Biden.

Er werde die Gouverneure zudem um die Einführung einer allgemeinen Maskenpflicht bitten. Falls sie sich weigerten, werde er sie umgehen und sich direkt an Verwaltungen der Kommunen wenden, ergänzte er.

Überdies werde er den Kongress aufrufen, ein Ausgabengesetz zur Bekämpfung des Virus und dessen ökonomische Folgen bis zum 30. Januar zu verabschieden. Das wären zehn Tage nach dem Termin für die Vereidigung des Präsidenten.

RND/AP