US-Präsident Donald Trump hat einen großen außenpolitischen Erfolg erzielt: Nach den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain beschloss nun auch der Sudan unter US-Vermittlung eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel. Quelle: Paul Hennessy/SOPA Images via ZU

Großer Erfolg für Donald Trump: Sudan und Israel verkünden historische Einigung

Washington. Kurz vor der US-Wahl hat US-Präsident Donald Trump einen großen außenpolitischen Erfolg erzielen können. Nach den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain beschloss nun auch der Sudan unter US-Vermittlung eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel, wie die USA, Israel und der Sudan am Freitag verkündeten. Israel und der Sudan hätten vereinbart, „Frieden zu schließen“, sagte Trump im Weißen Haus in Washington vor Journalisten.

In einer „historischen Einigung“ hätten sich die drei Staaten darauf verständigt, Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zu beginnen, hieß es. Zudem seien sie entschlossen zusammenzuarbeiten, um Frieden in der Region voranzutreiben. Dies werde die „regionale Sicherheit verbessern und neue Chancen für die Menschen des Sudan, Israels, des Nahen Osten und Afrikas eröffnen“.

Netanjahu: Neue Ära des Friedens

Der Sudan hatte bislang offiziell - wie viele arabische Länder - keine diplomatischen Beziehungen mit Israel. Das Land mit seinen rund 42 Millionen Einwohnern war unter dem autokratischen Präsident Omar al-Baschir lange Jahre isoliert und stand unter anderem auf der berüchtigten US-Liste staatlicher Unterstützer von Terroristen.

Dies war ein Grund für die tiefe Wirtschaftskrise, in der der Staat im Nordosten Afrikas steckt und die zu Massenprotesten und den Putsch gegen Al-Baschir im vergangenen Jahr führte.

Seit dem Putsch bemüht sich die Übergangsregierung um bessere Beziehungen mit der internationalen Gemeinschaft - vor allem den USA. Der Einigung zwischen dem Sudan und Israel war eine Ankündigung des Weißen Hauses vorausgegangen, Trump habe den Kongress über seine Absicht informiert, den Sudan von der US-Terrorliste zu streichen. Im Gegenzug hatte sich der Sudan bereiterklärt, US-amerikanische Terror-Opfer und deren Angehöriger zu entschädigen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einer neuen Ära des Friedens. In Kürze würden sich Delegationen beider Länder treffen, um über Zusammenarbeit in vielen Bereichen zu sprechen, darunter Landwirtschaft und Handel. Allerdings verurteilte die Palästinenserführung die Ankündigung Sudans und Israels scharf.

RND/dpa