Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Mund-Nasen-Schutz bei einer Pressekonferenz Anfang Oktober. Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Spahn weiter mit Erkältungssymptomen – neue Infektion in der Regierung

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) leidet nach seiner Corona-Infektion weiter nur unter Erkältungssymptomen. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Berlin mit.

Allerdings wurde inzwischen festgestellt, dass sich eine weitere Kontaktperson des Ministers infiziert hat. Dabei handelt es sich um den Staatssekretär aus dem Entwicklungsministerium, Martin Jäger.

Zusammenhang der Infektionen unklar

Nachdem am Mittwoch alle Kontaktpersonen des Ministers informiert worden seien, habe sich Staatssekretär Jäger direkt testen lassen und in die häusliche Quarantäne begeben, so der Sprecher des Gesundheitsministeriums. Spahn und Jäger hätten sich am vergangenen Montag getroffen. „Ob und wie die jeweiligen Infektionen mit dem Treffen zusammenhängen, ist unklar“, so der Sprecher.

Spahn hatte sich am Mittwoch – nach seiner Teilnahme an der wöchentlichen Kabinettssitzung – testen lassen, weil bei ihm Erkältungssymptome aufgetreten waren. Ein erster Schnelltest wurde anschließend durch einen PCR-Labortest bestätigt. Seitdem befindet sich der Minister in häuslicher Isolation. Sein Ehemann Daniel Funke wurde inzwischen auch positiv auf das Coronavirus getestet.

Minister Müller negativ getestet

Der Sprecher des Entwicklungsentwicklungsministeriums, Olaf Deutschbein, sagte derm RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), Staatssekretär Jäger habe Erkältungssymptome, es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Seine Kontakte seien nachverfolgt worden. Alle Kontaktpersonen hätten sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben.

Den Angaben zufolge hat sich auch Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vorsorglich testen lassen. Das Ergebnis zweier Tests sei negativ. “Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme begibt sich Minister Müller für die nächsten Tage in häusliche Quarantäne”, erklärte der Sprecher.

Von Tim Szent-Ivanyi/RND