Bundesfinanzminister Olaf Scholz (links) und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil vor dem Online-Landesparteitag der SPD. Quelle: Moritz Frankenberg/dpa

Niedersachsens Ministerpräsident Weil: „Olaf Scholz hat das Zeug zum Bundeskanzler“

Hannover. Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen werden nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz auch die beherrschende Frage der Bundestagswahl im kommenden Jahr sein. „Wie geht es weiter nach Corona?“, sagte der designierte Kanzlerkandidat der SPD am Samstag bei einem Landesparteitag der niedersächsischen Sozialdemokraten in Hannover.

Die SPD werde sich dafür einsetzen, dass der Sozialstaat erhalten bleibt. Dank dem Sozialstaat sei Deutschland besser durch die Pandemie gekommen als andere Länder. Zugleich solle die starke Wirtschaft erhalten werden.

Nur Präsidium, Redner und Techniker vor Ort

Der niedersächsische SPD-Vorsitzende und Ministerpräsident Stephan Weil sagte, die Erfahrungen mit Scholz als Arbeits- und Finanzminister zeigten: „Olaf Scholz hat das Zeug zum Bundeskanzler.“ Erstmals fand der Parteitag rein als Videokonferenz statt. In Hannover waren nur Präsidium, Redner und Techniker anwesend.

Auch die Niedersachsen-SPD beschäftigte sich bei dem Parteitag mit Corona. Politisch komme es derzeit darauf an, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen, hieß es im Leitantrag. In der schwierigen Lage wolle die SPD das Land nachhaltig „auf einen positiven Pfad der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung“ zurückführen. Weil und die SPD regieren seit 2013 in Niedersachsen.

RND/dpa