Bei einem Selbstmordanschlag sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul viele Schülerinnen und Schüler getötet worden. Das Bild zeigt die Trümmern nach einem Anschlag vor wenigen Tagen. Quelle: -/XinHua/dpa

Selbstmordanschlag in Kabul: Viele Schüler getötet

Kabul. Bei einem Selbstmordanschlag sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul viele Schülerinnen und Schüler getötet worden. Mindestens 13 Personen seien ums Leben gekommen und 30 weitere verletzt worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstagabend (Ortszeit).

Der Attentäter, der sich Zugang zu einem Bildungszentrum im westlichen Stadtteil Dascht-e Bartschi verschaffen wollte, wurde von Sicherheitskräften entdeckt, hieß es aus dem Innenministerium. Daraufhin habe sich der Mann in einer Gasse in die Luft gesprengt und dabei viele junge Menschen mit in den Tod gerissen.

Taliban dementieren Anschlag

Die militant-islamistischen Taliban dementierten, für das Bombenattentat verantwortlich zu sein. Auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in dem Stadtteil bereits Anschläge verübt. Sunnitische Extremisten wie die Mitglieder der IS-Terrormiliz bekämpfen Schiiten als Abtrünnige.

Im März verübte der IS zwei Anschläge in Westkabul mit Dutzenden Toten, Ziel waren Schiiten sowie Anhänger der Sikh-Religion. Bei einem Anschlag auf eine Geburtsstation im Mai töteten Unbekannte viele Mütter mit ihren neugeborenen Kindern. Die machten den IS dafür verantwortlich.

RND/dpa