Der türkische Präsident Erdogan geht gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vor. Quelle: imago images/Xinhua

Türkei: Verdächtiger sprengt sich nach Polizeikontrolle in die Luft

Istanbul. Nach einer Polizeikontrolle und einer anschließenden Verfolgungsjagd hat sich im südtürkischen Iskenderun ein mutmaßlicher Anhänger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK selbst in die Luft gesprengt. Ein weiterer Verdächtiger sei zunächst geflohen, dann aber gefasst worden, sagte der Gouverneur der Provinz Hatay, Rahmi Dogan, am Montagabend. Er sei dabei verletzt worden. Es gebe keine weiteren Toten oder Verletzten.

In den vergangenen Tagen hätten Sicherheitskräfte in der Region mehrere Einsätze gegen mutmaßliche PKK-Mitglieder durchgeführt, sagte Dogan. Die PKK gilt in der Türkei, Europa und den USA als Terrororganisation.

US-Botschaft warnt vor Terrorangriffen

Zuvor hatte der Gouverneur mitgeteilt, es sei nach einer Polizeikontrolle zu einer Explosion gekommen und ein „Terrorist“ außer Gefecht gesetzt worden. Der Sender NTV berichtete, ein Verdächtiger habe sich mit einer Handgranate in die Luft gesprengt. Auf Bildern, die die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu veröffentlichte, waren beschädigte Fahrzeuge zu sehen. Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr waren demnach vor Ort. Iskenderun liegt nahe der syrischen Grenze, grenzt aber nicht direkt an das Bürgerkriegsland.

Die US-Botschaft hatte vergangene Woche vor potenziellen Terrorangriffen und Geiselnahmen in der Türkei vor allem gegen Amerikaner und andere Ausländer gewarnt. In der Türkei haben in der Vergangenheit sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als auch die PKK schwere Anschläge verübt.

RND/dpa