Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, bei der Pressekonferenz in der Staatskanzlei zur Corona-Lage in dem Bundesland. Quelle: Henning Kaiser/dpa

Laschet widerspricht Merz-Vorwurf: „Schutz der Menschen im Fokus“

Eigentlich sollte es über das weitere Vorgehen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gehen, doch bei der Pressekonferenz am Mittwoch musste sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auch Fragen zu seinem Parteikollegen Friedrich Merz stellen.

Der hatte kurz vorher noch für ordentlich Diskussionen gesorgt, weil er in der Absage des CDU-Bundesparteitags den Versuch sah, seinen Parteivorsitz zu verhindern. Die Absage des Wahlparteitages am 4. Dezember sei „der letzte Teil der Aktion ‚Merz verhindern‘ in der CDU“, so der Politiker.

Kein Parteitag in aktueller Corona-Lage

Auf die Frage, ob es stimme, dass er als Kandidat mehr Zeit brauche, um sich zu profilieren, konnte sich Laschet ein Lächeln nicht verkneifen – und erklärte seine Sicht der Dinge. Es sei zwar verständlich, dass bei einer solchen Kandidatur auch Emotionen im Spiel seien, aber jetzt gehe es darum, „ruhig und besonnen“ zu bleiben. Jetzt stehe „der Schutz der Menschen in dieser Pandemie im Fokus“.

Man könne derzeit keinen Bundesparteitag mit tausend Delegierten durchführen, so Laschet. „Und ich bleibe auch dabei: In einer solchen Situation, vor der wir stehen und wo wir den Menschen sehr viel zumuten, in den nächsten Tagen, müssen Parteien Vorbild sein.“ Das sei die „einzige Motivation“ hinter der Absage gewesen, stellte der NRW-Ministerpräsident klar. Zudem stoßen Laschet mediale Vergleiche, die Merz mit Donald Trump gleichstellen, sauer auf: „Ich kenne ihn seit vielen Jahren. Merz mit Trump zu vergleichen ist völlig fehl am Platz.“

RND/dpa/jap