Auch Neubürger dürfen am Dienstag an der US-Wahl teilnehmen. Quelle: David Goldman/AP/dpa

Panne in den USA: Einwanderungsbehörde informiert Neubürger falsch über Wahlfrist

Boston. US-Bundesbeamte haben neu Eingebürgerten fälschlicherweise erklärt, sie dürften am kommenden Dienstag nicht wählen.

Bei Einbürgerungsfeiern Anfang der Woche sei 409 Frauen und Männern im Staat Massachusetts erklärt worden, sie seien jetzt zwar US-Bürger, wählen dürften sie aber noch nicht, weil die Meldefrist dafür bereits abgelaufen sei, teilte die Einwanderungsbehörde am Donnerstag mit.

Tatsächlich laufe die Meldefrist aber erst am Montagnachmittag ab.

Behördensprecher Daniel Hetlage sagte, die Beamten hätten sich bei ihrem Fehler auf Informationen auf einer Webseite des Staates Massachusetts bezogen. Darin seien die Wahlregelungen für gerade Eingebürgerte nicht aufgeführt gewesen. Die Behörde nehme Kontakt zu allen Betroffenen auf, um sie über die korrekte Rechtslage zu informieren. Zuerst hatte die Zeitung „GBH News“ über die Panne berichtet.

Eine Regierungssprecherin sagte, der Staat Massachusetts habe die Einwanderungsbehörde über die Regeln auf dem Laufenden gehalten. Auf der Webseite habe man sie aber nicht aufgeführt, weil es solche Fälle bisher selten gegeben habe. Inzwischen stehe die korrekte Meldefrist aber auch dort.

RND/AP