Touristen mit Mund-Nasen-Schutz machen Fotos auf der Piazza di Spagna. Fast ganz Italien gilt nun als Risikogebiet. Quelle: Vincenzo Nuzzolese/SOPA Images v

Mit Österreich und Italien: Das sind die neuen Risikogebiete in Europa

Es trifft fast ganz Österreich und Italien sowie Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern: Wegen der dramatisch gestiegenen Zahl von gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat die deutsche Bundesregierung am Freitag (30. Oktober) etliche weitere Regionen in Europa zu Corona-Risikogebieten erklärt – diese sind nun in der entsprechenden Liste des bundeseigenen Robert-Koch-Institutes (RKI) aufgeführt.

Die neu ausgewiesenen Risikogebiete sind wirksam ab Sonntag, 1. November 2020, um 0 Uhr.

Konkret wurden folgende Länder und Regionen vom RKI neu als Corona-Risikogebiete eingestuft:

Bulgarien: Gesamt Bulgarien gilt nun als Risikogebiet Dänemark: Es gilt nun auch die Region Nordjylland als Risikogebiet Griechenland: Es gilt nun auch die Region Westmakedonien als Risikogebiet Heiliger Stuhl/Vatikanstadt: Der Heiliger Stuhl/Vatikanstadt gilt nun als Risikogebiet Italien: Gesamt Italien mit Ausnahme der Region Kalabrien gilt nun als Risikogebiet Kroatien: Gesamt Kroatien gilt nun als Risikogebiet Lettland: Es gelten nun die Regionen Latgale, Riga und Vidzeme als Risikogebiete Litauen: Es gelten nun auch die Bezirke Klaipéda, Marijanpolé, Telšiai und Vilnius als Risikogebiete Monaco: Gesamt Monaco gilt nun als Risikogebiet Österreich: Gesamt Österreich gilt nun als Risikogebiet, mit Ausnahme der Gemeinden Jungholz und Mittelberg/Kleinwalsertal Portugal: Es gilt nun auch die Region Centro als Risikogebiet San Marino: Gesamt San Marino gilt nun als Risikogebiet Schweden: Es gelten nun auch die Provinzen Dalarna, Halland, Kronoberg, Skåne, Västmanland und Västra Götaland als Risikogebiete Slowenien: Gesamt Slowenien gilt nun als Risikogebiet Ungarn: Gesamt Ungarn gilt nun als Risikogebiet

Estland als einziges EU-Land ohne Risikogebiet

Die Region Jogeva in Estland gilt ab 1. November nicht mehr als Risikogebiet. Damit ist Estland ab Sonntag das einzige Land in der EU ohne Risikogebiet. Von den anderen 25 EU-Ländern außer Deutschland sind dann 17 ganz als Risikogebiete eingestuft und nur noch acht teilweise.

Als einziges Grenzgebiet überhaupt bleibt das Grenzgebiet Dänemarks zu Deutschland noch „risikofrei“.

Für Risikogebiete ruft Auswärtiges Amt Reisewarnung aus

Für Risikogebiete ruft das Auswärtige Amt kurze Zeit später auch eine Reisewarnung aus. Das ist die höchste Warnstufe des Auswärtigen Amtes. Eine Reisewarnung ist zwar ist kein Reiseverbot – sie führt jedoch dazu, dass die meisten Veranstalter Pauschalreisen in die Regionen absagen.

Umgekehrt haben Reisewarnung und die Einstufung als Risikogebiet auch eine positive Seite für Verbraucher: denn sie ist ein starkes Indiz dafür, dass eine Gefährdungslage vorliegt. Und damit ist es Verbrauchern möglich, Buchungen einer Pauschalreise kostenlos zu stornieren.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten. Auch ein Großteil Deutschlands ist nach diesen Kriterien bereits Risikogebiet.

gei/RND/dpa