Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Quelle: Getty Images

Steinmeier: Müssen selbst kreativ werden, um Kulturschaffende zu unterstützen

Hamburg. Kurz vor dem bundesweiten Teil-Lockdown hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Kultur als wichtiges Element des gesellschaftlichen Lebens bezeichnet. „Vielleicht wird uns in der Corona-Krise noch einmal neu bewusst: Kultur ist eben kein Luxusgut für ein paar wenige, sie ist ein Lebenselixier für uns alle, für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft als Ganze“, sagte Steinmeier anlässlich des Konzertes zum 75. Gründungsjubiläum des Hamburger NDR-Elbphilharmonie-Orchesters am Freitagabend in einer Video-Ansprache.

Die erneute Zwangspause sei bitter für die Kulturschaffenden, viele seien wegen der Pandemie in ihrer Existenz bedroht. „In diesem Herbst und Winter sind sie mehr denn je auf unsere Solidarität angewiesen“, sagte der Bundespräsident und rief die Hörer und Zuschauer dazu auf, selbst aktiv zu werden.

„Gerade dann, wenn wir wegen Corona nicht mehr ins Konzert, ins Theater, in die Ausstellung gehen können, gerade dann müssen wir selbst kreativ werden und uns überlegen, wie wir die Kulturschaffenden auf anderem Wege unterstützen können.“ Natürlich müsse auch die Politik helfen. „Aber wir müssen es auch. Möglichkeiten dazu gibt es reichlich! Lassen wir sie nicht im Stich, die Kultur!“

Jubiläumskonzert sollte am 1. November live übertragen werden

Das Rundfunk-Orchester des Norddeutschen Rundfunks hatte am 30. Oktober 1945 in der heutigen Laeiszhalle sein erstes Konzert gegeben. Das Sinfonie-Orchester war das erste seiner Art in Deutschland und hatte den Auftrag zur kulturellen Bildung. Chefdirigent ist derzeit Alan Gilbert.

Das Festkonzert im großen Saal der Elbphilharmonie und ohne Publikum wurde live im Radio und im Internet übertragen. Das Jubiläumskonzert am 1. November sollte live auf NDR Kultur übertragen werden.

RND/dpa