Das Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida) ist Trumps Lieblingsrückzugsort. Hier empfing er 2018 den damaligen japanischen Premierminister Shinzo Abe.

Bericht: Wie das Trump-Imperium bei der US-Regierung abkassiert

Der Bericht der „Washington Post“ beginnt mit einem Besuch des damaligen japanischen Regierungschefs Shinzo Abe in den USA. Im April 2018 begrüßte ihn der US-Präsident in seinem Resort Mar-a-Lago.

Für das zweitägige Treffen soll Trumps Club in Palm Beach der US-Regierung einiges in Rechnung gestellt haben, wie die Zeitung vor wenigen Tagen berichtete – 13.700 US-Dollar für Gästezimmer, 16.500 US-Dollar für Essen und Wein und 6000 US-Dollar für Rosen und andere Blumenarrangements. Auch kleinere Leistungen wurden demnach berechnet: etwa „Wasser“ beim „bilateralen Treffen“ der beiden – für je 3 Dollar. Es soll nur ein Beispiel für viele innerhalb der Trump-Amtszeit gewesen sein.

Die „Washington Post“ hat laut dem Bericht versucht, auf dem Klageweg und mithilfe von öffentlich zugänglichen Unterlagen Beispiele dafür zu finden, wie Trump seine Macht genutzt habe, um Millionen von Dollar sowohl an Steuergeldern als auch von seinen politischen Unterstützern dem Trump-Imperium zukommen zu lassen. Insgesamt sollen das in den vergangenen Jahren mindestens 8,1 Millionen Dollar gewesen sein.

Der Präsident selbst habe seine Hotels und Clubs mehr als 280-mal besucht – und begründe dies mit dem Komfort dort. Die Zeitung berichtet aber unter Berufung auf neue Dokumente, dass solche Besuche die Regierung und die republikanische Partei zu Stammkunden seines Imperiums gemacht hätten – und das nicht ohne Kosten.

So hätten Trumps Unternehmen seit 2017 letztlich dem Steuerzahler Hotelzimmer, Ballsäle, Miethäuser, Golfwagen, Kerzen, Möbeltransporte, Resortgebühren, aber auch Dinge wie Palmen, Schokoladenkuchen, Frühstücksbuffets und Weinflaschen im Wert von 88 Dollar und weiteren Alkohol im Wert von 1000 Dollar berechnet – und eben Wasser. Demnach hat die US-Regierung seit dem Amtsantritt von Trump mindestens 2,5 Millionen US-Dollar an das Trump-Imperium gezahlt.

RND/das