Bundeskanzlerin Angela Merkel. Quelle: imago images/Christian Thiel

15 Jahre Kanzlerin Merkel: Glückwünsche und kleine Spitzen

Berlin/Paris. Auf den Tag genau seit 15 Jahren ist Angela Merkel Kanzlerin, dafür gab es am Sonntag Glückwünsche, Erinnerungen und auch ein paar Spitzen.

Die französische Zeitung „Le Parisien“ nahm den Jahrestag zum Anlass, Politiker zu befragen, mit denen Merkel im Laufe ihrer Karriere Beratungen und Verhandlungen geführt hat. „Sie ist mit Abstand die größte politische Persönlichkeit Europas“, zitierte die Zeitung den früheren französischen Außenminister Bernard Kouchner, der sich bis heute über Geburtsgrüße der Kanzlerin freut. Merkel sei „eine Frau, die weiß, wie man stark ist, aber niemals hart.“

Merkel sei sehr sachlich, ein Beispiel für „deutsche Qualität“, erinnerte sich Jean-Marc Ayrault, der von 2012 bis 2014 Frankreichs Premierminister war. Und fügte hinzu: „Sie kann auch nervig sein, denn sie ist manchmal sehr langsam, nicht super funky.“ Auch andere französische Politiker beschrieben die deutsche Kanzlerin als jemanden, der sich Zeit nimmt für wichtige Entscheidungen.

„Angela Merkel ein Fels in der Brandung und Vorbild für Frauen weltweit“, schrieb die Frauenunion auf Twitter. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, gratulierte via Twitter und schrieb: „Kanzlerin Merkel hat entscheidende Schritte unternommen, um Europa in Zeiten voller Herausforderungen stärker zu machen, und ist heute eine der am meisten respektierten Führungspersönlichkeiten weltweit.“

Die langjährige CDU-Vorsitzende Merkel hatte im Oktober 2018 bekanntgegeben, bei der Bundestagswahl 2021 nicht mehr kandidieren zu wollen. Zu ihrer Nachfolgerin an der Spitze der Partei wurde im Dezember 2018 die frühere saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer gewählt.

Vor allem aus der AfD, bei deren Parteitagen oft „Merkel muss weg!“ gerufen wird, kamen negative Kommentare zum Jahrestag. „Durchhalten Leute, nur noch ein Jahr!“, schrieb die AfD-Bundestagsabgeordnete Joana Cotar bei Twitter mit Blick auf die nächste Bundestagswahl.

RND/dpa