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Die Proteste sind erst einmal ausgesetzt. Doch Aktivist Arnon Nampa betont, dass die Proteste in diesem Jahr nur "die Ouvertüre zu einem langen Kampf“ gewesen seien. (Archiv) Quelle: imago images/ZUMA Wire

Thailands Demokratiebewegung setzt Proteste bis 2021 aus

Bangkok. Die Demokratiebewegung in Thailand will ihre Proteste gegen die Regierung und die Monarchie bis 2021 aussetzen. Jedoch seien die unzähligen Demonstrationen in diesem Jahr nur „die Ouvertüre zu einem langen Kampf“ gewesen, sagte der Menschenrechtsanwalt Arnon Nampa, einer der Anführer der Bewegung, am Montag nach einer Vorladung bei der Polizei.

Anführer der Bewegung bereits zum fünften Mal wegen Majestätsbeleidigung angezeigt

Nampa war zuvor bereits zum fünften Mal wegen Majestätsbeleidigung im Rahmen der Protestaktionen angezeigt worden. Thailand hat eines der strengsten Gesetze der Welt was Kritik am König oder seinem Hof angeht: Darauf stehen bis zu 15 Jahre Haft. Die Demonstranten fordern seit Monaten unter anderem die Abschaffung des Gesetzes.

Im kommenden Jahr würden die Proteste noch intensiver fortgesetzt, betonte Nampa. Die Forderungen blieben die gleichen: Der Rücktritt von Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha, Neuwahlen sowie eine Reform der Verfassung und der Monarchie.

RND/dpa